Heute ist es endlich soweit: mein erster Beitrag zu einer Blogparade. Zum Einstieg hab ich mir ein sehr breit gefächertes Thema ausgesucht: Serien. Ich habe mich nach langem Überlegen schließlich für die Kategorie „emotionalste Serie“ entschieden. An dieser Stelle möchte ich euch eine Serie vorstellen, die voller Emotionen steckt – sowohl in der Serie selbst als auch auf der Couch – und die leider noch nicht im deutschen Fernsehen zu sehen ist: My Mad Fat Diary.

Blogparade: Serien

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Für alle, die nicht so recht wissen, was eine Blogparade ist, eine kurze Erklärung. Blogparaden werden zu allen möglichen Themen veranstaltet. Blogger werden dann aufgerufen, zu diesem Thema einen oder mehrere Beiträge auf dem eigenen Blog zu veröffentlichen. Diese Beiträge werden dann bei dem Initiator einer Blogparade verlinkt.

In der jetzigen Blogparade geht es um Serien. Jede Woche wird eine andere Art von Serie näher thematisiert. Insgesamt gibt es fünf Kategorien und eigentlich sollte man in jeder Kategorie einen Blogpost schreiben, aber das schaffe ich zeitlich nicht. Deswegen habe ich mich jetzt für nur eine Kategorie entschieden, wobei mir die Wahl zwischen emotionalster und lustigster Serie sehr schwer gefallen ist.

Emotionalste Serie: My Mad Fat Diary

Ich habe mich für die Serie My Mad Fat Diary entschieden, die ich euch heute gerne vorstellen möchte. Leider ist sie bisher nicht im deutschen TV zu sehen und ein Ausstrahlungstermin ist mir nicht bekannt oder ob die Serie überhaupt jemals hier zu sehen sein wird. My Mad Fat Diary wird auf dem britischen TV Sender E4 ausgestrahlt und derzeit gibt es nur zwei Staffeln. Die Serie beruht auf dem Buch My Mad, Fat Teeange Diary von Rae Earl. Darin schreibt die Autorin über ihr Leben als Teenager in den 80er Jahren. Die Verfilmung des Buches ist irgendwo zwischen Drama und Comedy angesiedelt.

Inhalt

My Mad Fat Diary spielt 1996 in dem kleinen Örtchen Lincolnshire. Hauptfigur ist Rachel „Rae“ Earl, ein übergewichtiges 16-jähriges Mädchen. Sie hat einen Selbstmordversuch hinter sich und hat die letzten Monate in einer psychiatrischen Klinik verbracht. Bei ihrer Entlassung rät ihr Arzt ein Tagebuch zu führen. Rae hält sich an den Rat und so erfährt der Zuschauer sehr viel über Raes Gedanken und ihr Innenleben.

Der Zuschauer steigt an der Stelle ein, als Rae ihre erste ambulante Therapiesitzung mit Dr. Kester hat. Anhand des Tagebuchs wird der Zuschauer nun durch Raes erste Woche in Freiheit geführt. Am Tag ihrer Entlassung trifft sie sofort auf Chloe, ihre beste Freundin bzw. Freundin seit Kindesbeinen an. Während Raes Abwesenheit hat sich Chloe eine neue Clique gesucht, auf die Rae ebenfalls sogleich trifft. Beim Anblick eines Jungen, verliebt sich Rae sofort und möchte Teil der Clique werden. Sie versucht sich so normal und unauffällig wie möglich zu verhalten, denn keiner weiß, wo Rae die letzten Monate verbracht hat. Doch ob ihr das geklingt und ob sie ihr Geheimnis lange vor Chloe und der Clique geheim halten kann?

Neben der Clique, die Rae immer nur Gang nennt, lernt man auch noch Raes Familie kennen. Dort gibt es zum einen Linda, ihre Mutter. Diese hat sich während Raes Klinikaufenthalt in einen neuen Mann verliebt: Karim. Karim kommt aus Indonesien und hat keine Aufenthaltserlaubnis, weswegen er sich nur im Haus aufhalten und keiner von Karim erfahren darf. Über Raes Vater erfährt man nur wenig, der einzige Kontakt sind ein paar Postkarten, die er ihr geschrieben hat.

Hauptcharaktere

Rachel „Rae“ Earl

Rae EarlRae ist Autorin des Tagebuchs und Dreh- und Angelpunkt der Serie. Man erfährt sehr viel über ihre Gedanken und Gefühle, die sie unverblümt uns sehr deutlich in ihrem Tagebuch festhält. Sie ist ein psychisches Wrack und versucht nach ihrer Entlassung wieder ein normales Leben zu führen, das sich um Partys und Jungs dreht.

 

 

 

 

 

(c) Channel4.com

 

Linda Earl

Linda ist eine besorgte Mutter, die es mit ihrer Fürsorge an mancher Stelle übertreibt. Es kommt häufig zum Streit zwischen Mutter und Tochter. Nicht zuletzt deswegen, weil Linda ihre Beziehung zu Karim laut auslebt, während Rae nicht auf Partys oder sich mit Jungs treffen darf.

 

Die Gang

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(c) Channel4.com

(v.l.n.r.) Archie ist der Junge, in den sich Rae vom Fleck weg verliebt. Was aus den Beiden wohl wird?

Izzy ist ein weiteres Mädchen aus der Clique. Sie ist ein süßes Mädchen, das immer gut gelaunt ist. Sie ist immer optimistisch und verliert selten ein böses Wort über ihre Freunde.

Chloe Gemell ist Raes Freundin aus Kindertagen und Bindeglied zwischen Rae und der restlichen Clique. Sie ist im Gegensatz zu Rae hübsch und beliebt. Also das genaue Gegenteil. Im Laufe der ersten Staffel geraten die beiden immer wieder aneinander und es kommt zu heftigen Auseinandersetzungen.

Finn Nelson und Rae kommen anfangs nicht gut miteinander klar. Doch im Laufe der Zeit lernen sie sich immer besser kennen und bauen doch eine besondere Beziehung auf.

Und schließlich ist da noch Arnolt „Chop“ Peters. Er nimmt das Leben nicht sehr ernst und hat meistens nur Party im Kopf. Er stiftet die anderen auch oft zu Partys an.

 

Der Rest

Daneben gibt es noch noch eine ganze Reihe anderer Charaktere. Ganz oben stehen dabei Raes Therapeut Dr. Kester und Tix. Tix ist Raes beste Freundin aus der Klinik. Während Rae ihren Alltag draußen meistert, ist Tix immer noch in der Klinik. Rae besucht Tix aber regelmäßig und erzählt ihr von ihren Erlebnissen und fragt sie öfters um Rat.

 

Das Besondere an My Mad Fat Diary

Ich finde die Serie großartig und habe viel Spaß damit. Schon allein sprachlich ist das für mich sehr spannend, da man mitten eintaucht in die englische Jugendsprache. Man lernt also Vokabeln kennen, an die in der Schule nicht im mindestens zu denken waren. Und manchmal geht es schon derbe zur Sache. Hier kann man sehr schön sehen, wie wandelbar Sprache sein kann. Vom feinsten British English bis hin zum Jugendslang.

Der Zuschauer hat direkt Anteil an Raes Gedanken und Gefühlen und diese vermittelt sie oft auf eine sehr direkte und komische Art und Weise. Da kommt es nicht selten vor, dass man lachend auf dem Sofa sitzt. Außerdem ergeben sich durch ihre Missgeschicke immer wieder komische Situationen. Zum Teil sind die Lacher vorauszusehen, zum Teil kommen sie aber völlig überraschend.

Manchmal bekommt der Zuschauer auch Einblendungen aus Raes Tagebuch zu sehen. Dabei handelt es sich häufig um Zeichnungen. Die sind richtig gut gemacht, peppen die Serie auf und bringen Raes Gedanken unverblümt und meist auch auf lustige und amüsante Weise sehr deutlich auf den Punkt.

Im Gegensatz zu anderen Comedy-Serien, entwickeln sich die Charaktere und die Handlung immer weiter. Die Episoden bauen aufeinander auf, es passieren immer wichtige Schlüsselerlebnisse und es gibt viele Überraschungen, die so nicht absehbar waren. Im Laufe der ersten Staffel verliert die Serie dann gänzlich den Comedy-Charakter, die Themen werden ernster, man taucht in tiefere Gefühlsebenen ab.

Die Serie spiegelt das Flair der 90-er Jahre wieder. Wenn man selber in dieser Zeit groß geworden ist, dann erkennt man sich selbst teilweise wieder und ertappt sich, dass man bei der Hintergrundmusik selbst mitgroovt und sich in seine eigene Jugend- und Partyzeit zurückversetzt fühlt.

Die Serie ist eine bunte Mischung aus allem. Es wird nie langweilig, ständig gibt es überraschende Wendungen. Sie hält viele Lacher bereit, aber es gibt dann auch wieder Momente, die zum Nachdenken anregen. My Mad Fat Diary spiegelt die Teenager-Phase sehr gut wieder, in der nur Jungs und Feiern Platz haben und die von großem Gefühlschaos geprägt ist.

Ich habe bisher nur die erste Staffel gesehen, freue mich aber schon auf die zweite und hoffentlich auf noch weitere. Sämtlichen Informationen zur Serie und erste Eindrücke gibt es bei E4. Sämtliches Bildmaterial stammt auch von deren Webseite.

Das war mein erster Beitrag zu einer Blogparade. Ich hoffe, ich konnte euch die Serie näher bringen ohne zu viel von den einzelnen Geschehnissen zu verraten.

 

  1. Danke für die Erinnerung! Von der Serie habe ich nämlich schon mal gelesen und auch nur gutes und wollte sie dann eigentlich sehen… das ist aber irgendwie in Vergessenheit geraten und jetzt schreibe ich es mir auf 😀
    Liebe Grüße
    Lexa

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