Heute habe ich ein kulinarisches Schmankerl für euch. Ein Rezept für eine Paella de marisco. Ich hab sie zusammen mit einer Freundin gekocht, die ich vor kurzem besucht habe. Wir haben uns vor einigen Jahren in Spanien kennengelernt und da war es klar, dass wir uns bei unserem Treffen spanische Genüsse zaubern werden. Die Paella war mega lecker.

Die Paella ist ein Reisgericht, das aus der spanischen Region Valencia stammt und sich mittlerweile in ganz Spanien großer Beliebtheit erfreut. Ursprünglich wird es mit Schweine-, Huhn- oder Kaninchenfleisch gekocht. Es gibt aber inzwischen zahlreiche Varianten, die von vegetarisch bis hin zu einem bunten Potpourri reicht. Wir haben uns nach langem hin und her für eine Paella mit Meeresfrüchten und Lachs entschieden.

Das wichtigste bei der Paella ist der Reis. Eigentlich wird Rundkorn-Reis verwendet oder den speziellen Paellareis aroz bomba. Dieser besondere Reis hat einen geringeren Stärkegehalt. So bleibt der Reis beim Kochen körniger. Das Problem in Deutschland ist, dass man hier so einen Reis vergebens in einem normalen Supermarkt sucht. Meine Freundin hat extra so einen Reis importiert, ansonsten kann man auch Langkorn-Reis verwenden. Risottoreis eignet sich dagegen weniger, weil der zu klebrig und zu weich wird.

Eine weitere typische Zutat ist Safran. Dadurch erhält die Paella ihre leuchtend rote Farbe. Da Safran allerdings ein teures Gewürz ist, greift man da oftmals auf Alternativen zurück. Man geht auch davon aus, dass man in einer ganz ursprünglichen Paella gar keinen Safran verwendet, da die Paella eigentlich ein Gericht für arme Leute war.

Für die Zubereitung werden in Valencia auch spezielle Pfannen verwendet, die besonders flach sind und in der Regel bekommt man die Paella auch in Restaurants direkt in der Pfanne serviert. Aber natürlich lässt sich die Paella auch in jeder anderen Pfanne zubereiten.

Zutaten für die Paella mit Meeresfrüchten und Lachs

 

  • 250 g Garnelen
  • 200 g Seelachsfilet
  • 300 g Miesmuschelfleisch
  • 1,5 Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 5 Tomaten
  • 1 Dose Erbsen
  • 300 g Rundkorn-Reis
  • Salz, Pfeffer, Paprikapulver, Safran
  • ein Lorbeerblatt
  • ca. 1 l Brühe
  • Olivenöl

Paella_Zutaten

Zubereitung der Paella mit Meeresfrüchten und Lachs

Eines muss man bei einer Paella auf jeden Fall mitbringen: Zeit. Die Zutaten köcheln recht lange und auch der Reis wird nicht vorab gekocht, sondern kocht in dem Sud, den man vorher ansetzt.

1. Miesmuschelfleisch, Garnelen und Seelachsfilet in etwas Olivenöl in der Pfanne anbraten. Anschließend wieder aus der Pfanne nehmen und in einer Schüssel beiseite stellen.

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2. Knoblauch und Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Paprika nach Wunsch schälen und ebenfalls klein schneiden. Wir haben für unsere Paella je eine halbe grüne, gelbe und rote Paprika verwendet. Natürlich kann man auch nur rote oder gelbe verwenden. Aber durch die verschiedenen Paprika entsteht ein toller Farbmix. Der Knoblauch, die Zwiebel und die Paprika werden dann in Olivenöl in der gleichen Pfanne angebraten.

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3. Wir haben uns nicht die Mühe gemacht, die Tomaten zu schälen. Kann man natürlich auch machen und ich glaube das nächste Mal würde ich es auch machen, weil sich die Haut doch während des Kochvorgangs ablöst und von den Tomaten am Ende nicht mehr viel übrig bleibt. Der Strunk der Tomaten wird entfernt und die Tomaten werden in grobe Stücke geschnitten, die ebenfalls in die Pfanne kommen.

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4. Wenn die Zutaten etwas in der Pfanne geköchelt haben, kommen noch die Erbsen hinzu. Nun ist es auch Zeit, dass man den Reis in die Pfanne gibt. Damit der unten nicht anklebt, wird die Pfanne mit ca. einem Liter Brühe aufgegossen. Außerdem wird mit Salz, Pfeffer, Paprikapulver und Safran die Paella abgeschmeckt. Außerdem kommt noch ein Lorbeerblatt hinzu. Das Ganze sieht dann erst mal ziemlich suppig aus.

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5. Die Paella lässt man jetzt ca. 25 Minuten vor sich hinkochen. Der Reis saugt die Brühe nach und nach auf. Er nimmt so den Geschmack des Suds an, deswegen ist es auch wichtig, dass man vorab würzt. Außerdem wird er dadurch gar. Langsam nimmt die Paella Form an. Außerdem kann jetzt schon mal langsam der Backofen vorgeheizt werden.

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6. Wenn der Reis die Brühe vollständig aufgesogen hat und gar ist, dann die Paella noch mal final abschmecken und die Meeresfrüchte und den Lachs in die Pfanne geben. Alles gut verrühren und dann kommt die Pfanne noch für ungefähr 15 Minuten mit Alufolie abgedeckt in den Backofen. Dort zieht sie noch einmal durch und auch die Meeresfrüchte und der Fisch nehmen den Geschmack der Gewürze auf.

Paella_6

Danach ist die Paella endlich fertig. Entweder ihr haltet es wie die Spanier und stellt einfach die Pfanne auf den Tisch, denn eigentlich wird direkt aus der Pfanne gegessen. Ansonsten kann man die Paella natürlich auch auf einem Teller anrichten – schmeckt genauso lecker.

Paella_fertig

Perfekt wäre es natürlich jetzt noch gewesen, wenn man frische Miesmuscheln gehabt hätte. Die hätte man samt Schale zur Paella geben können und das hätte optisch noch mal richtig was her gemacht. Aber auch so ist die Paella ein super leckeres Gericht, das eigentlich auch recht einfach zuzubereiten ist. Die hier beschriebene Menge reicht für 4-6 Personen. Ich freu mich schon echt drauf, wenn ich das mal wieder koche. Aber als nächstes spanisches Gericht gibt es dann erst mal noch Empanadillas de atún.

Habt ihr auch kulinarische Schmankerl aus Spanien oder anderen Ländern? Ich freu mich auf eure Rezepte und Ideen.

 

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