Neben unserer Crete Jeep Safari, die sich als kleines Abenteuer und eher als Erlebnistour entpuppt hat, haben wir noch eine weitere Tour gebucht. Es ging zur Pirateninsel Gramvousa und zur blauen Lagune bei Balos, die gerne auch als Kretas Karibik bezeichnet wird. Dieses Mal versprach der Ausflug etwas entspannter zu werden…oder doch nicht?

Die Reiseleitung hat uns empfohlen, Badesachen und festes Schuhwerk mitzunehmen, da man die Gelegenheit hatte, etwas Zeit am Strand zu verbringen und schwimmen zu gehen. Außerdem gibt es auf der Pirateninsel eine Festung, die besichtigt werden kann, für deren Aufstieg festes Schuhwerk nicht unbedingt schlecht ist. Wie recht die Reiseleiterin hatte….Aber fangen wir von vorne an.

Pirateninsel Gramvousa

Abholzeit mit dem Bus war ca. 7.30 Uhr. Wir hatten uns im Hotel ein Frühstück zum Mitnehmen bestellt, der Bus kam auch recht pünktlich und wir haben es uns auf den hinteren Plätzen gemütlich gemacht. Da haben wir das Schild beim Fahrer entdeckt: Bitte nicht essen und trinken im Bus. Na toll. Wir haben noch weitere Ausflügler bei den Hotels abgeholt und unsere Reisebegleiterin Anna stieß irgendwann auch zu uns. Der Plan für den Tag: Zuerst 1,5 Stunden Busfahrt bis nach Kissamos, um 10.30 Uhr ablegen mit dem Schiff, wieder ca. 1,5 Stunden Fahrt zur Pirateninsel Gramvousa. Ab 12 Uhr konnte man auf dem Schiff Mittagessen. Um 13.30 Uhr sollte es dann weiter mit dem Schiff nach Balos gehen. Die Überfahrt sollte wieder 20 Minuten dauern und zurück mit dem Schiff sollte es dann um 16.30 gehen.

Da wir mit knurrendem Magen irgendwann im Bus saßen, haben wir uns über das Essverbot hinweggesetzt und unser Frühstück genüsslich verspeist. Während der Fahrt hat uns Anna noch einiges über Kreta erzählt und uns einige Dinge und Orte, an denen wir vorbei gefahren sind, gezeigt. Die Informationen hat sie sowohl in Deutsch, als auch in Englisch und Französisch wiedergegeben. Man hat also immer alles super verstanden und konnte ihr gut folgen. Sie hat jetzt auch nicht die ganze Fahrt über durchgequasselt, es war eine gute Mischung.

Endlich kamen wir in Kissamos an und konnten auf unser Schiff. Es kamen nach und nach auch noch andere Reisegruppen. Das Schiff war am Ende dann ganz schön voll und mit etwas Verspätung ging die Fahrt nach Gramvousa dann auch endlich los.

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Während der Fahrt hatten wir immer die Küste im Blick und schließlich kam dann auch die Pirateninsel in Sichtweite. Wir wollten auf jeden Fall dort erst einmal die Festung besteigen.

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Nach der Ankunft auf der Pirateninsel, die ihren Namen übrigens daher hat, da kretanische Freiheitskämpfer sich auf der Insel und in der Festung versteckt hatten und die vorbeifahrenden Schiffe überfallen haben, um dort zu überleben, sind wir zusammen mit vielen anderen auch zur Festung hoch gestiefelt. Man ahnt es bei diesem Anblick schon, dass a) festes Schuhwerk von Vorteil ist und b) der Aufstieg nicht ohne ist. Der Weg war überhaupt nicht befestigt, man musste über Geröll und Steine steigen und die „Stufen“ waren zum Teil so hoch, dass ich echt Probleme hatte hochzukommen. Wenn man sich dann aber mal ein Stück hoch gequält hat, wird man mit einer wirklich fantastischen Aussicht belohnt.

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Ich muss auch gestehen, dass ich nach 2/3 des Aufstiegs aufgegeben habe. Ich konnte nicht mehr und ich wollte auch nicht mehr –  zumal der Weg, der noch gekommen wäre, noch steiler und steiniger aussah. Ich hab meine bessere Hälfte also alleine weitergeschickt, ich hab mich dann auf einen Stein gesetzt, die Aussicht und die Stille genossen. Es war so herrlich da oben, das kann man sich nicht vorstellen. Vor allen Dingen hatte man wirklich seine Ruhe. Kein Mensch und absolute Stille. Echt schön.

Die Festung selber erinnert wohl sehr an die Festung in Rethymno. Sie ist auch sehr groß, sodass man kaum Zeit hatte, alles genau zu besichtigen. Einige Eindrücke gibt es aber trotzdem, wie zum Beispiel den venezianischen Löwe, der am Eingang der Festung liegt.

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Dann ging es auch wieder nach unten. Der Besuch der Festung hat doch mehr Zeit in Anspruch genommen, so blieb uns leider keine Zeit mehr, den Strand noch weiter zu erkunden. Man hätte sich nämlich auch schön entspannt an den schönen Strand chillen können.

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Zurück auf dem Schiff, haben wir zu Mittag gegessen, das für uns inklusive war. Es gab eine Flasche Wasser, ein griechischer Salat und man konnte zwischen verschiedenen Hauptgerichten wählen. Es war reichlich und hat lecker geschmeckt. Frisch gestärkt haben wir die Ankunft an der blauen Lagune in Balos erwartet.

Blaue Lagune in Balos

Da wir nicht ganz an der Küste anlegen konnten, mussten wir mit kleinen Beibooten zur Küste gebracht werden. Als wir dann endlich da waren, waren wir total geflasht. Es ist ein Traum. Es ist nicht übertrieben, wenn man sagt, dass die blaue Lagune in Balos das Karibik von Kreta ist. Glasklares, seichtes Wasser und weißer feiner Sandstrand. Habe ich das schon gesagt? Es ist traumhaft. Ich wollte nicht mehr weg.

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Man konnte sich richtig nah ans Wasser legen und super den Strand entlang waten. Man konnte auch richtig einige Meter weit ins Wasser gehen, ohne dass man Angst haben muss, dass die Klamotten nass werden. Man hatte hier sogar eher das Problem, dass es gar nicht so einfach war, eine passende Stelle zum Schwimmen zu finden. Meine bessere Hälfte musste gefühlt einen Kilometer weit laufen, bis er dann mal schwimmen konnte. Von Balos konnte man auch toll rüber nach Gramvousa und zur Festung sehen.

Gegen 16 Uhr haben wir dann unsere Sachen wieder eingepackt und sind mit den Beiboten zurück zum Schiff gefahren worden, das auch pünktlich um 16.30 Uhr wieder abgefahren ist. Nun ging es zurück nach Kissamos und von dort dann wieder ca. 2 Stunden mit dem Bus zurück zu unserem Hotel. 12 Stunden später und pünktlich zum Abendessen kamen wir wieder am Hotel an. Wir haben doch viel erlebt und gesehen und waren auch von dieser Tour total begeistert. Sie war gut organisiert, es hat alles nach Plan geklappt und sie war was komplett anderes als unsere Jeep-Tour. Kreta ist also auch sehr abwechslungsreich und bietet für jeden Geschmack etwas. Auch diese Tour können wir absolut empfehlen.

Die blaue Lagune ist mein absoluter Lieblingsort auf Kreta. Was ist denn euer Lieblingsort?

 

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