Bei unserem Mallorca Urlaub wollten wir unbedingt auch noch an die Westküste. Im Reiseführer sah das Bild zum Torrent de Pareis ganz nett aus und der Reiseführer verriet uns auch, dass es Bootstouren von Port de Soller nach Sa Calobra bzw. zum Torrent de Pareis gab. Wir beschlossen, diese Tour zu machen. Außerdem waren wir auch noch im Hafenstädtchen Portocolom an der südöstlich gelegenen Küste Mallorcas.

Torrent de Pareis

Mit dem Auto ging es zuerst nach Port de Soller, ein kleines aber ganz hübsches Hafenstädtchen. Wir sind am Hafen entlang geschlendert und haben dann auch recht schnell den Ticketverkauf für die Bootstour entdeckt. Hin- und Rückfahrt kosteten 30 Euro, ein stolzer Preis, aber wir wollten uns das trotzdem gönnen. Wenige Minuten später legte das Boot auch schon ab und wir tuckerten an gewaltigen Felsen vorbei nach Sa Calobra und konnten auch noch mal einen schönen Blick zurück auf Port de Soller werfen.

Port de Soller_01

Port de Soller_02

Schifffahrt_01

Schifffahrt_02

Nach ungefähr einer Stunde hatten wir dann unser Ziel erreicht. Sa Calobra ist ein winziges Hafenstädtchen, das außer einigen (teuren) Restaurants und Ess- und Trinkbuden nicht so viel zu bieten hat. Wir sind dann direkt losgestiefelt zum Torrent de Pareis. Der Torrent de Pareis ist eigentlich ein Sturzbach, der nicht immer Wasser hat und durch eine Schlucht hindurchführt. Bei Sa Calobra mündet er dann ins Mittelmeer. Dieses Gebiet kann man also nur erkunden, wenn der Fluss so gut wie ausgetrocknet ist. Ein Fußweg führt von der Bootsanlegestelle zum Torrent de Pareis, der teilweise auch durch einen Tunnel führt. Im Tunnel sind immer wieder mal Ausblicksfenster in den Felsen gehauen, von wo man tolle Ausblicke auf die Küste hat.

Sa Calobra

Nach 10 Minuten gemütlichem Fußmarsch waren wir dann endlich da. Und irgendwie waren wir etwas enttäuscht, denn die Stelle sah bei weitem nicht so spektakulär aus wie im Reiseführer. Vielleicht hat auch einfach der strahlend blaue Himmel gefehlt. Und ich selber habe auch überhaupt nicht mit einem Stein-Strand gerechnet.

Torrent de Pareis_01

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Lohnen tut sich ein Ausflug dahin dennoch. Diese Felsen sind einfach gigantisch und man kann hier auch prima spazieren gehen. Man entdeckt immer wieder schöne Felsformationen, Steinböcke bei waghalsigen Kletteraktionen und die ein oder andere übrig gebliebene Pfütze, in der sich die Umgebung wunderschön spiegelt. Das Gebiet beim Torrent de Pareis ist wieder ganz anders im Gegensatz zu dem, was wir vorher gesehen haben. Ich bin immer wieder fasziniert, wie vielfältig Mallorca ist und was man dort alles für tolle Wander- und Spaziermöglichkeiten hat. Langweilig wird es hier so schnell nicht. Oft muss man nur um eine Kurve gehen und schon sieht die Landschaft wieder ganz anders aus. Hier noch einige Eindrücke vom Torrent de Parreis.

Torrent de Pareis

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Nach einiger Zeit sind wir wieder zurück zum Meer gelaufen und haben uns dort noch einige Minuten ausgeruht. Und dann ging es auch schon wieder zurück nach Port de Soller bzw. dann auch nach Cala Millor. Die Bootsfahrt und der Torrent de Pareis waren ein tolles Erlebnis, das ihr euch nicht entgehen lassen solltet. Wenn ihr „richtige“ Wanderer seid, dann könnt ihr das Gebiet auch noch weiter erkunden und zum Torrent de Pareis wandern anstatt mit dem Boot hinzufahren.

 

Portocolom

An einem anderen Tag haben wir auch noch den Südosten der Insel unsicher gemacht. Zuerst waren wir in Felanitx, aber das war nicht weiter spektakulär. Gut, die Kirche war toll und es gibt süße kleine Gassen, wo man bestimmt auch recht gut einkaufen gehen kann, aber richtige touristische Sehenswürdigkeiten gab es nicht. Deswegen sind wir schon recht bald nach Portocolom gefahren, einer schönen Hafenstadt.

Portocolom_01

Portocolom_02

Portocolom_03

Wir sind einfach nur am Wasser entlang gelaufen. Zwischendurch waren wir etwas abseits vom Hafen richtig lecker mediterran essen und dann ging es noch ein ganzes Stück weiter. Es war richtig schön da. Blauer Himmel, glasklares Wasser, eine leichte Meeresbrise. Wir haben uns immer mal wieder ans Wasser gesetzt, die Sonne und das Flair genossen und es uns einfach gut gehen lassen. Ohne Stress und ohne Hektik. Bei dem obigen Foto dachte ich mir mal kurze Zeit, oh je bei der Kirche da steht das Auto und den ganzen Weg müssen wir auch wieder zurück. Aber das ging dann auch wieder recht fix. Bei so einer Atmosphäre merkt man gar nicht, wie weit man doch eigentlich läuft und wie viel man unterwegs ist.

Das tolle Wetter haben wir voll ausgeschöpft und wir sind nach Portocolom auch noch an die nahegelegene Cala Sa Nau gefahren. Dies ist eine wirklich kleine, aber wunderschöne Bucht.

Cala Sa Nau

Wir hatten Glück, denn der Liegestuhlverleih war noch gar nicht eröffnet. So konnten wir einfach unser Handtuch unter einem Sonnenschirm ausbreiten und uns entspannen bzw. die anderen wenigen Besucher – Familien mit kleinen Kindern – beobachten. Es war richtig schön da. Diese Bucht kann ich neben Santanyi für Familien empfehlen. Nachdem wir uns hier noch mal eine Stunde entspannt und Sonne getankt haben, haben wir uns dann doch schweren Herzens auf den Heimweg gemacht.

Unseren letzten Tag auf Mallorca haben wir in Cala Millor verbracht und waren ein wenig Shoppen. Denn Cala Millor hat leider außerdem Naturschutzgebiet nicht so viel zu bieten und das Wetter war an dem Tag leider auch nicht mehr ganz sooo gut. Für deutsche Verhältnisse aber immer noch top. 🙂 Dann hieß es auch schon wieder Koffer packen und bye bye Mallorca. Aber wir waren uns einig, dass das nicht unser letzter Besuch war, sondern es noch so viel mehr zu sehen und zu entdecken gibt.

 

Welche Ecken von Mallorca habt ihr denn schon gesehen und was hat euch besonders gut gefallen?

 

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