Eine unserer Städte, die wir während unseres Urlaubs auf Mallorca besucht haben, war das beschauliche nordöstlich gelegene Artà sowie die davon nicht weit entfernte Talaiot-Siedlung Ses Paisses. Artà hat uns gut gefallen, aber vor allen Dingen war diese alte Siedlung sehr beeindruckend.

Artà

Nach Artà sind wir hauptsächlich deswegen gegangen, weil es dort einen Wochenmarkt gibt. Wir haben uns also erst einmal in aller Ruhe treiben lassen und uns die verschiedenen Waren angesehen. Es wurden hauptsächlich Lederwaren, Schmuck, Kleidung sowie Ton- und Keramikwaren angeboten. Manchmal fiel es schon schwer standhaft zu bleiben bei dem schönen und reichhaltigen Angebot. Artà ist an sich ein schönes Städtchen und auch ohne Wochenmarkt einen Besuch wert. Es ist klein, heimelig, besticht durch kleine Gässchen und ist einfach typisch spanisch. Artà wird von einem Burghügel überragt mit der Wallfahrtskirche San Salvador sowie die Überreste einer mittelalterlichen Festung. Beides sieht man schon von weitem.

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Auf den Burghügel führen 180 Stufen. Von dort hat man einen schönen Blick auf Artà, die umliegende Hügellandschaft, die Ostküste und die Sierra de Llevant.

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Die dort oben stehende Wallfahrtskirche San Salvador beherbergt im Inneren eine Holzskulptur. Die Madonna stammt aus dem 12./13. Jahrhundert und ist somit einer der ältesten Mariendarstellungen Mallorcas. Neben San Salvador gibt es auch noch eine andere Kirche, nämlich die Pfarrkirche Transfiguració del Senyor.

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Artà ist ein trutziges Städtchen, in dem man sich sofort wohl fühlt. Es ist auch trotz Wochenmarkt nicht überlaufen gewesen und kleine Boutiquen und Geschäfte laden zum Bummeln ein und in kleinen Cafés und Restaurants kann man gut ein Päuschen einlegen und sich stärken. Zum Beispiel mit leckeren Tapas in großen Portionen.

Seis Paisses

Seis Paisses ist nicht weit von Artà gelegen und kann von dort problemlos zu Fuß erkundet werden. Bei Ses Paisses handelt es sich um eine wie ich fand beeindruckende Talaiot-Siedlung. Diese Siedlung wurde Schätzungen zufolge 1000 v. Chr. errichtet und auch bis vor 100 v. Chr. bewohnt.

Den Eingang bildet eine Art Tor, das in einem dicken Mauerring ausgespart wurde.

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Die Außenmauer wurde mit bis zu 8 t schweren Steinen errichtet. Ich frage mich, wie die Menschen das damals geschafft haben ohne wirkliche Hilfsmittel. Zumal die Mauer auch bis heute gehalten hat.

Betritt man nun die Siedlung gibt es weitere verschiedene Bauwerke und Räume zu sehen, die für die Menschen damals eine besondere Bedeutung hatten. Zum Beispiel gibt es einen ca. 12 m hohen Turm, der auch das älteste Bauwerk der Siedlung ist. Oder rechteckige Räume für bestimmte Zwecke.

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Ein besonderer Raum ist der Hypostylos-Saal, der sich durch seine Säulen auszeichnet und vermutlich gemeinschaftlichen Zwecken diente.

Ses Paisses_03

Ses Paisses fand ich persönlich sehr interessant. Für mich ist es fast unvorstellbar, wie Menschen so etwas erschaffen konnten und dort auch gelebt haben.

Mein dritter und letzter Beitrag über den diesjährigen Mallorca Urlaub nimmt euch mit nach Port de Soller und zum Torrent de Pareis sowie nach Portocolom und der Cala Sa Nau.

 

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