Im April war ich mit meiner Freundin eine Woche auf Mallorca. Das Wetter war herrlich, aber für einen reinen Strand- und Badeurlaub doch noch etwas zu kalt – zumindest für mich Frostbeule. Langweilig wird es auf Mallorca aber nicht, da Mallorca zahlreiche Naturparks zu bieten hat, die ideal für Wanderungen und schöne Spaziergänge sind. Ich stelle euch heute drei davon vor.

Parc Natural S’Albufera

Dieser Naturpark liegt im Norden Mallorcas in der Nähe von Alcúdia und ist das größte Sumpfgebiet der Balearen mit einer Fläche von ca. 1650 ha. Seit 1988 ist der Naturpark Naturschutzgebiet und kann entweder gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkundet werden. Hier kann man eine bunte Vielfalt an Flora und Fauna entdecken, besonders Fische und einheimische Vögel. Wen das besonders interessiert, sollte viel Zeit und ein gutes Fernglas mitbringen, denn an den Wegen gibt es immer mal wieder gute Aussichtsplätze und Holzhütten, von wo aus man gerade die Vögel gut beobachten kann. Aber dieses Gebiet ist auch ideal, um einfach nur schön spazieren zu gehen. Eine besondere Ausrüstung ist nicht notwendig, ihr solltet nur ausreichend Verpflegung mitnehmen.

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Durch den Naturpark S’Albufera führen vier verschiedene Routen unterschiedlicher Längen:

  • Route 1 – 12 km
  • Route 2 – 1,4 km
  • Route 3 und 4 je 700 m

Über die längste Route kann ich nichts sagen, da wir diese nicht gegangen sind. Die zwei kurzen Routen sind toll. Sie führen an Gewässern vorbei und man kann dort Fische und Wasservögel entdecken. Außerdem sind immer mal wieder gute Aussichtspunkte, um Vögel zu beobachten oder eine kleine Pause einzulegen. Diese beiden Routen kann ich jedem empfehlen. Die Route 2 sind wir am Schluss auch noch gegangen und war leider überhaupt nicht gut. Es führt eigentlich nur ein Weg zu einem weiteren Aussichtspunkt der entweder von Mauern oder von zu hohem Schilfs und Binns eingegrenzt ist. Man hat hier nicht viele Möglichkeiten, Tiere zu sehen oder zu beobachten. Auch der Aussichtspunkt überzeugt nicht wirklich, da in der Nähe des Punktes ein Wärmekraftwerk steht und Lärm macht. Hier lassen sich also nicht viele Vögel nieder. Der letzte Weg war zwar eine Enttäuschung für uns, aber dafür waren die zwei kurzen Routen umso schöner. Insgesamt hat uns der Naturpark S’Albufera sehr gut gefallen.

Parc Natural de la Peninsula de Llevant

Dieser Naturpark ist in der Nähe von Artà gelegen und seeehr groß. Wir waren leider nur kurz dort und konnten seine Vielfalt gar nicht richtig nutzen. Alleine hier könnte man schon ein oder gar zwei Tage verbringen, wenn man wirklich alle möglichen Wege abgehen möchte. Zum Teil braucht man dann aber auch wirklich gutes Schuhwerk und eventuell auch eine Kletterausrüstung. Die Landschaft des Naturparks Peninsula de Llevant zeichnet sich vor allem durch karg bewachsene Hügel aus und ist etwas komplett anderes als S’Albufera.

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Es empfiehlt sich, bei der Parkinformation Kartenmaterial zu holen, da die einzelnen Wanderwege nicht gut ausgeschildert sind. Ich wäre gerne noch etwas länger durch diesen Naturpark gestiefelt, doch die Zeit hat dafür nicht mehr gereicht. Aber es wird ja bestimmt noch ein nächstes Mal geben. Witzig fand ich die Esel bzw. Maultiere, die Glocken um den Hals haben. Man hört sie schon von weitem und fühlt sich erst einmal ein wenig in die Welt von Heidi und den Bergen versetzt. Jeder, der gerne wandert, sollte auf jeden Fall in den Naturpark Peninsula de Llevant gehen.

Punta de n’Amer

Dieser Naturpark ist auf der Landzunge zwischen Cala Millor und Sa Coma gelegen. Man hat das Meer permanent im Blick und auch sonst wechseln sich Dünen, Strauch- und Felsheiden ab. Da unser Hotel in Cala Millor und quasi fast schon neben dem Naturpark war, haben wir ihn gleich nach unserer Ankunft bis zum Abendessen erkundet. Auch ein interessantes Gebiet, bei dem ihr unbedingt festes Schuhwerk tragen solltet, denn die Steine und Felsen sind zum Teil sehr spitz und scharfkantig. Hier vereint sich die Nähe zum Wasser mit Felsen, Heiden und Blümchen.

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Auch hier hätte es noch viel mehr zu sehen und zu entdecken gegeben wie zum Beispiel den Wehrturm Es Castell sowie die Überreste eines prähistorischen Turms. Aber der Hunger hat uns dann doch wieder zurück ins Hotel getrieben.

 

Mallorca bietet eine Vielzahl von Naturparks, die nicht unterschiedlicher sein könnten. Wanderer kommen hier voll auf ihre Kosten. Und auch die Jahreszeit April eignet sich für einen Wanderurlaub auf Mallorca hervorragend. Wir haben nicht nur Mallorcas Naturparks unsicher gemacht, sondern auch noch die eine oder andere Stadt. Das erfahrt ihr dann aber das nächste Mal.

 

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