In der brandnooz Box vom März waren gleich zwei Produkte von Dr. Oetker drin: Schokoladenguss und Zuckerschrift. Da kam ich auf die Idee, Amerikaner zu backen und beide Produkte auszuprobieren. Deswegen erwartet euch heute gleich zweierlei: ein Rezept und Produkttest.

Rezepte von Amerikanern gibt es ja viele. Da ich selber noch nie welche gebacken habe, wusste ich nicht, welche gut sind und wie viele Amerikaner das überhaupt geben würde. Also bin ich selber kreativ geworden.

Rezept für Amerikaner

125 g Margarine

175 g Zucker

1 Päckchen Vanillezucker

1 Prise Salz

4 Eier

1 unbehandelte Zitrone

1 Päckchen Vanillepudding-Pulver

8 EL Milch

1 Schuss Grand Marnier (Orangenlikör)

500 g Mehl

1 Päckchen Backpulver

 

Die Zubereitung

1. Die Margarine in der Mikrowelle erhitzen, bis sie flüssig ist. Anschließend Zucker, Vanillezucker und Salz hinzufügen und so lange verrühren, bis eine homogene Masse entstanden ist. Dann die Eier hineinschlagen und alles gut vermengen.

2. Die Biozitrone rundherum abreiben. Dabei darauf achten, dass man nur das Gelbe abreibt, da das Weiße Bitterstoffe enthält. Danach wird die Zitrone ausgepresst. Den ganzen Abrieb und 3 TL vom Zitronensaft zum Teig geben. Den Rest des Zitronensafts beiseite stellen. Der wird später noch für den Zuckerguss gebraucht.

3. Vanillepudding-Pulver, Milch und Orangenlikör zum Teig geben und verrühren. Der Likör kann auch weggelassen werden, wenn es kindgerechte Amerikaner werden sollen. Zum Schluss Mehl und Backpulver hinzufügen und alles so lange vermengen, bis ein fester Teig entstanden ist. Der Teig muss wirklich fest sein, das heißt er darf nicht mehr vom Teigschaber fließen. Sollte dies der Fall sein, müsst ihr noch mehr Mehl hinzufügen.

4. Nun bewaffnet ihr euch mit einem Esslöffel und einem Backblech, das mit Backpapier belegt ist. Jeweils ein Esslöffel wird auf das Blech gekleckst. Lasst dabei zwischen den Teigklecksen genug Abstand, da die Amerikaner noch aufgehen. Ich hab jeweils 9 Amerikaner auf ein Standard-Blech gekleckst. Wenn ihr größere Amerikaner haben wollt, dann könnt ihr natürlich auch zwei Esslöffel pro Amerikaner nehmen. Dann geht das Blech ab in den Ofen. Bei ca. 200 Grad backen sie 15 Minuten. Insgesamt ergab die Menge bei mir 22 Amerikaner.

5. Während die Amerikaner goldbraun werden, könnt ihr euch überlegen, ob ihr die Amerikaner noch verzieren wollt. Ich hab mich sowohl für einen Schokoüberzug als auch für einen Zuckerguss-Überzug entschieden, da ich ja die Dr. Oetker-Produkte testen wollte.

6. Entscheidet ihr euch für einen Zuckerguss, dann müsst ihr darauf achten, dass der Guss sehr fest ist. Ich habe für 15 Amerikaner vermutlich 3/4 eines Päckchens Puderzucker verwendet und ihn teelöffelweise mit dem Zitronensaft vermischt. Ich musste mich an den Zuckerguss erst nach und nach rantasten. Am Anfang war er auch noch zu flüssig und ich hatte das Problem, dass er zum Teil von den Amerikanern wieder runtergelaufen ist, weil die natürlich nicht zu 100 % gerade auf dem Blech liegen. Wenn ihr auch das Problem habt: dann nehmt euch Tassen zur Hilfe und stellt die bepinselten Amerikaner einfach erst einmal da drauf, bis der Guss angetrocknet ist. Auf dem Bild ist der Guss eigentlich noch zu flüssig.

Amerikaner

 

Die Produkttests

Als erstes stand der Schokoladenguss auf dem Prüfstand. Gut sichtbar ist die Gebrauchsanweisung draufgedruckt. Ich war ja skeptisch ob das alles so funktionieren würde.

Schokoladenguss

Anwendungshinweise:

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen und vom Herd nehmen: Das war kein Problem.

Geschlossenen Becher 20 Minuten so hineinhängen, dass er im Wasser schwimmt: Das hat bei mir leider nicht geklappt, dass der Becher schwimmt, wenn er am Topfrand hängt. Entweder war der Topf zu klein, oder es ist einfach keine ausgefeilte Konstruktion. Oder man muss die Oberflächenspannung bis aufs Äußerste ausreizen. Man braucht also ziemlich viel Wasser, was schon ein bisschen Verschwendung ist. Ich hab den Becher dann einfach so ins Wasser gesetzt.

Schokoladenguss

Becher abtrocknen und kräftig schütteln: Man konnte sich jetzt 20 Minuten um was anderes kümmern, was ich sehr toll fand. Man musste nicht ständig im Topf rumrühren und gucken, dass die Schokolade nicht doch anbrennt. Wirklich sehr entspannt. Und das Schöne: Es klappt wirklich. Der Guss war noch 20 Minuten tatsächlich flüssig.

Zum Verzieren eine Spitze abschneiden und leicht auf den Deckel drücken: Es gibt sowohl für Rechts- als auch für Linkshänder eine Verzierspitze. Finde ich eine nette Sache. Die Spitze geht mit einer Schere ziemlich schwer ab, aber man kann auf diese Weise wirklich sehr präzise und einfach die Amerikaner oder Muffins oder Kekse verzieren. Auf den Deckel habe ich nicht bewusst gedrückt, allein das Kippen des Bechers sorgte für einen feinen Schokostrahl.

Schokoguss

Zum Glasieren einfach den Deckel abziehen: Auch das hat gut funktioniert.

Am Ende hatte ich Amerikaner mit einer Schokoschicht und Amerikaner mit einer Zuckergussschicht und Schokospritzern.

Schoko-Amerikaner

Die restlichen Amerikaner mit Zuckerguss wurden mit der Zuckerschrift noch bunt verziert. Die Masse steckt in kleinen Tuben, die etwas wie Stifte aussehen und in den Farben gelb, rot, blau und grün daher kommen.

Zuckerschrift

Ich hab noch nie mit so einer Schrift oder einem ähnlichen Produkt gearbeitet. Bisher hab ich mir das immer selber gebastelt a la Gefrierbeutel und Lebensmittelfarbe. Die Tuben liegen gut in der Hand und man kann sie wie einen Stift halten und führen. Dadurch kann man auch sehr genaue Muster auf sein Gebäck zaubern. Allerdings geht die Masse sehr schwer aus den Tuben. Man muss die Tube vorher gut durchkneten und selbst da taten mir nach ein paar Strichen die Finger weh. Als Tipp steht auf den Tuben noch, dass man sie unter warmes Wasser halten soll, um die Fließgeschwindigkeit zu erhöhen. Als ich das gemacht hatte, ging die Masse deutlich besser raus und es war nicht mehr ganz so anstrengend. Die Farben selber sind sehr intensiv und leuchtend.

Amerikaner mit Zuckerschrift

Geschmacklich trägt die Farbe nicht bei. Man schmeckt sie nicht und wenn man sie pur isst, dann schmeckt man auch einfach nur Zucker und süß. Die Farben sind eine nette Sache, um Gebäck zu verzieren und da etwas mehr Pepp reinzubringen.

bunte Amerikaner

Allerdings trocknet die Zuckerschrift nur sehr sehr langsam und dann auch nicht vollständig. Ich habe sie in eine Transportdose gepackt und nicht richtig aufgepasst und schon klebte die Hälfte der Zuckerschrift am Deckel. Man muss also richtig aufpassen, dass man sich die Verzierung dann nicht versaut und das Gebäck ist auch nicht wirklich stapelbar. Es ist schade, dass die Zuckerschrift nicht vollständig aushärtet, das war bei meinen Eigenkreationen deutlich besser.

Alles in allem bietet Dr. Oetker zwei Produkte, die die Welt des Gebäcks deutlich bunter und schöner macht. Den Schokoladenguss finde ich praktisch und kann ich wirklich empfehlen. Für solche, die Spaß am Backen und Verzieren haben, ist die Zuckerschrift eine gute Alternative, besonders wenn man filigran arbeiten möchte.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Nachbacken, Ausprobieren und Naschen. Bei meinem nächsten Rezept geht es dann auch mal etwas deftiger zu, es gibt nämlich Chickenburger.

 

  1. Die hab ich als Kind schon immer geliebt. Meine Oma bringt mir dir heute noch mit vom Bäcker. Aber danke für das Rezept ich werde die jetzt auch mal selbst backen. Macht eh mehr Spaß. Nur die Küche sieht bei mir immer danach aus als ob ein Krieg ausgebrochen ist.

    Die Zuckerstifte sind super. Die hab ich damals bei einem Spiderman Kuchen genommen zum Verzieren.

    lg Sascha

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