Weihnachten ist vorbei und so langsam wandert die ganze Weihnachtsdeko wieder in die Schränke zurück. Da ich mir für meinen Adventskranz extra ein Tablett gekauft habe, das ich dann immer saisonal umdekorieren möchte, habe ich mir also die Frage gestellt, was sich denn nun als Winterdeko anbieten würde.

Im Internet habe ich keine Inspiration gefunden, also bin ich selber kreativ geworden und habe in einem Online-Bastelshop ein wenig gestöbert. Schließlich war die Idee geboren: Das Tablett mit weißem Granulat auslegen, drei Winterfiguren darauf stellen und alles noch mit Tannenzapfen und Tannengrün verzieren, die jeweils noch mit etwas Schnee winterlich gemacht werden sollten. Außerdem habe ich einen Teelichthalter in Schneeflockenform gefunden, den ich auch noch mit Serviettentechnik etwas winterlicher gestalten wollte.

Und somit präsentiere ich euch in diesem Artikel nicht nur eine Idee für eine selbstgemachte Winterdeko, sondern auch gleich noch wie man ein Stück Holz mit der Serviettentechnik recht einfach aufhübschen kann und zu guter Letzt auch noch einen kleinen Produkttest, nämlich den Schneeliner.

Serviettentechnik

Die Serviettentechnik ist nichts Neues mehr und man kann damit sehr viele langweilige Sachen aufhübschen, wie zum Beispiel Stücke aus Holz oder Ton. Ich selber habe die Serviettentechnik aber noch nie ausprobiert. Für mich war es also eine Premiere. Und ich muss gleich mal zugeben, dass ich mir für mein Meisterstück hätte etwas einfacheres aussuchen sollen als eine Schneeflocke. Aber schlecht ist sie nicht geworden.

Das braucht ihr für die Serviettentechnik

  • euer zu verzierendes Stück
  • eine schöne Motiv-Serviette
  • Serviettenkleber
  • Pinsel
  • Schwamm
  • Schleifpapier
  • ein Cuttermesser
  • ggf. Farbe zum Grundieren

Serviettentechnik_01

Vorgehensweise

1. Die Oberfläche eures späteren Schmuckstücks sollte glatt sein. Falls dies noch nicht der Fall ist, müsst ihr die Holzoberfläche mit einem Schleifpapier glatt schleifen.

2. Wenn das zu verzierende Stück eine dunkle Oberfläche hat, dann solltet ihr es mit einer hellen Acrylfarbe noch grundieren. Hier bietet sich weiß am besten an. Ich habe allerdings darauf verzichtet.

3. Nun löst ihr von eurer Serviette die oberste Schicht ab. Dabei müsst ihr aufpassen und genau schauen, ob ihr auch wirklich nur die oberste Schicht verwendet. Da die einzelnen Schichten ziemlich dünn sind, ist das ein wenig Fummelei.

4. Dann streicht ihr die Oberfläche mit dem Serviettenkleber sparsam mit einem Pinsel ein.

5. Nun legt ihr die Serviette auf euer Stück und streicht sie von innen nach außen glatt. Dabei ist ein Schwamm ganz hilfreich. Ihr müsst vorsichtig arbeiten, damit keine Risse in der Serviette entstehen und dass sich keine Fältchen bilden.

6. Wenn ihr euch kein so kompliziertes Stück aussucht, seid ihr eigentlich schon fertig. Ihr solltet nun nur noch einmal euer verziertes Stück mit dem Serviettenkleber und einem Pinsel sparsam und vorsichtig bestreichen, damit alles schön versiegelt wird. Fältchen lassen sich dadurch auch noch einmal beseitigen. Die Technik ist ziemlich einfach und geht total schnell. Ich mag es gerne kompliziert und deswegen hieß es jetzt bei mir noch Löcher freilegen. Das war etwas mühsam und fummlig. Aber es ging dann doch mit etwas Übung und einem scharfen Messerchen recht gut.

Serviettentechnik_02

Serviettentechnik_03

Serviettentechnik_04

Serviettentechnik_05

Winterdeko

Wie bereits eingangs erwähnt, habe ich für meine Winterdeko das Tablett vom Adventskranz verwendet sowie einige Elemente davon. Insgesamt braucht ihr folgendes Material:

  • Tablett
  • weißes Granulat
  • Tannengrün
  • Keramikfiguren
  • einen Schneeman, der übrigens auch selbst gemacht ist
  • Tannenzapfen
  • Schneeliner
  • Teelichthalter in Schneeflockenform

Winterdeko_01

Das Granulat wird gleichmäßig in dem Tablett verteilt und die Tannenzapfen und das Tannengrün werden mit dem Schneeliner winterlich gepimpt. Sie sollen einen Schnee-Effekt bekommen. Dazu beim Produkttest unten mehr. Wenn alle Elemente soweit fertig sind, dann einfach alles auf dem Tablett schön arrangieren und auch eure selbst gemachte Winterdeko ist fertig.

Winterdeko_02

Mir gefällt das Tablett richtig gut. Euch auch?

Produkttest: Schneeliner

Schneeliner_01

Mit dem Schneeliner lassen sich Gegenstände mit einer weißen Schicht verzieren, sodass dann eben ein Schnee-Effekt entstehen soll. Ich habe davor noch nie von so etwas gehört und wollte es einfach mal ausprobieren. Es hörte sich auf jeden Fall schon mal gut an und auch das Beispielbild sah natürlich hübsch und überzeugend aus. Bei mir machten die Tannenzweige den Anfang.

Schneeliner_02

Schneeliner_03

Ich muss sagen, dass bei den Tannenzweigen der Effekt nicht so gut rüberkommt und es doch irgendwie einfach künstlich aussieht. Aber vielleicht fehlt mir da auch etwas die Übung. Die Tannenzapfen finde ich da schon gelungener.

Schneeliner_04

Oder was sagt ihr? Ich finde, den kann man sich schon ganz gut an einem verschneiten Waldboden vorstellen. Die Masse kommt hauchdünn aus der Flasche und lässt sich somit wirklich sehr gut und auch filigran auftragen. Die Masse ist auch so fest, dass sie nicht tropft oder runterläuft. Dadurch entsteht tatsächlich auch so eine Art 3-D-Effekt. Allerdings muss ich sagen, dass sich die Masse nur sehr schwer aus der Tube drücken lässt. Es ist anstrengend und schon nach wenigen Minuten tun die Finger weh. So richtig Spaß macht es ehrlich gesagt nicht, damit zu arbeiten und Kinder haben da vermutlich gar nicht erst die Chance, einen Tropfen aus der Flasche zu bekommen. Das finde ich schade. Auch gibt es keine wirkliche Gebrauchsanweisung. Besteht zum Beispiel die Chance, die Masse flüssiger zu bekommen, wenn man sie in heißes Wasser stellt, und wäre dies überhaupt ratsam? Auf der Flasche findet man lediglich einen Hinweis darauf, dass die Masse 2 – 3 Stunden Zeit zum Trocknen braucht, was auch soweit stimmt.

Mein Fazit zum Schneeliner

Bei manchen Objekten erzielt man mit dem Schneeliner tatsächlich schöne und gute Schnee-Effekte. Leider ist die Handhabung nicht ganz einfach, da sich die Masse nur schwer aus der Flasche drücken lässt. Sie ist dadurch zwar total präzise zu applizieren, aber wirklich Spaß macht das Basteln damit leider nicht und es dauert auch einfach ewig, bis die Tannenzapfen und Tannenzweige dann endlich ganz fertig sind. Wenn man das alles in Kauf nimmt, dann kann man aber trotzdem mit dem Schneeliner schöne Winterlandschaften mit recht einfachen und wenigen Mitteln zaubern.

 

Wie gefällt euch denn meine Winterdeko und habt ihr auch schon Erfahrungen mit Schneelinern, Kunstschnee und ähnlichen Sachen gemacht?

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Bitte geben Sie die richtige Lösung an * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.