Ich bin bekennender Tee-Trinker und habe mittlerweile schon viel probiert. Aber Tee mit Milch? Das gab es bei mir bisher noch nicht und diese Kombination konnte ich mir bisher auch nicht vorstellen. Doch das sollte sich Dank brandnooz bald ändern und ich kam zu meinem ersten Tea Latte.

Tee mit Milch verbinde ich in erster Linie mit England. Aber eine Freundin von mir trinkt auch ihren schwarzen Tee mit etwas Milch und mir wurde es auch noch von jemand anderem erzählt, dass etwas Milch dem Tee eine leichte Karamell-Note verleiht. Trotzdem habe ich mich bisher noch nicht an diese kulinarische Bekanntschaft gewagt. Aber Dank der brandnooz Box Januar kam ich da nicht mehr drum herum, denn in dieser Box befanden sich gleich drei Packungen des Tea Latte von Krüger in drei verschiedenen Sorten.

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Dahinter verstecken sich Tütchen mit Pulver, die man in heißem Wasser auflöst. Die Milch ist praktischer Weise schon integriert und auch den Zucker gibt es gleich dazu. Zur Auswahl stehen die Sorten Schwarzer Tee, Pfefferminze und Roibos. Mittlerweile habe ich alle drei Sorten probiert und den Tea Latte von Krüger gründlich unter die Lupe genommen.

Die Verpackung

Also optisch finde ich die Verpackung gelungen. Das schwarz sieht edel aus und man bekommt gleich einen guten Eindruck, was in etwa in der Packung steckt. Allerdings finde ich die Packung an sich viel zu groß. Ich hatte Probleme alle drei Packungen in meinem ohnehin vollen Schrank zu verstauen. Wenn man die Verpackung öffnet, sieht man auch recht schnell, das sich dort 8 Tütchen befinden, die aber viel Spielraum haben.

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Wenn man die 8 Tütchen etwas ordentlicher zusammenstellt, dann sieht man deutlich wie viel Platz in der Packung noch ist. Hier hätte der Hersteller deutlich sparsamer arbeiten und die Packung kleiner machen können. So nimmt sie einfach viel zu viel Platz im Schrank weg. Ich habe eine Sorte auf zwei Packungen aufgeteilt und das hat super gepasst. Und auch selbst bei den einzelnen Tütchen hätte man noch Platz einsparen können, da da diese auch nur bis zur Hälfte oder zwei Dritteln mit dem Pulver gefüllt ist.

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Die Zubereitung

Die Zubereitung des Tea Latte ist ziemlich einfach. Tütchen aufreißen, in die Tasse geben mit 150 ml heißem (nicht kochendem) Wasser übergießen, umrühren und genießen. Einfacher geht es wohl kaum. Allerdings muss ich sagen, dass das Pulver eher an Cappuccino aus der Dose erinnert und vom optischen her auch der fertige Tee.

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Meine Sinne waren also aufs höchste verwirrt. Interessanter Weise hat es tatsächlich nach Tee gerochen (und auch deutlich nach Schwarztee geschmeckt).

Die Inhaltsstoffe

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Zutaten: Zucker, Aroma, Glukosesirup, Kokosöl, Magermilchpulver (7 %), Schwarztee Extrakt (3,5 %), Laktose, Stabilisator E 452, Milcheiweiß und noch ein paar andere E-Nummern. Erschreckend, dass Zucker an erster Stelle steht, denn das bedeutet wohl, dass in den 18 g Pulver am meisten Zucker enthalten ist. Über das Kokosöl hab ich mich auch gewundert. Öl im Tee? Und es scheint doppelt so viel Milch als Tee in diesem Pulver enthalten zu sein. Und überhaupt, wenn ich das mal so grob überschlage, dann sind da ca. 0,5 g Tee enthalten. 18 g Pulver – 0,5 g Tee. Kann man da überhaupt noch von Tee-Getränk sprechen? Oder ist das dann schon eher ein Milch-Getränk mit Teegeschmack? Sonst sind doch immer 2 – 3 g in einem Teebeutel.

Der Geschmack

Eigentlich ist es ja fast schon egal, was drin ist, Hauptsache es schmeckt und geht schnell. Ich hab eine Tüte mit 300 ml Wasser zubereitet – empfohlen sind nur 150 ml. Anfangs dachte ich, dass der Tee-Kaffee ganz schön dünn aussieht. Aber das Verhältnis hat gepasst und auch in Zukunft werde ich diesen Tee so zubereiten. Bei einer anderen Mischung bekommt man sonst einen Zuckerschock. Ich finde den Tee akzeptabel. Man kann ihn trinken, aber vom Hocker reißen, tut er mich jetzt nicht. Der Schwarztee und Roibostee haben durch die Milch tatsächlich eine schöne Karamell-Note, was ich prinzipiell gut und lecker finde. Pfefferminztee hat eher an flüssiges After-Eight erinnert. Dagegen habe ich im Prinzip auch nichts, aber irgendeie trinke ich lieber puren Pfefferminztee oder esse festes After-Eight.

Was ich wirklich krass finde, ist der Zuckeranteil. Der Tee ist wirklich süß. Ich trinke meinen Tee meistens gesüßt entweder mit Honig oder mit Zucker. Es darf also ruhig süß bei mir sein. Wenn es mir also dann schon fast zu süß ist, dann ist das ein ganz schlechtes Zeichen.

Fazit

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Insgesamt kann ich das Produkt nicht empfehlen. Die Verpackung nimmt zu viel Platz im Schrank weg für das bisschen Inhalt, der Zuckeranteil ist eindeutig zu hoch, dafür hätte ich mir mehr Tee-Anteil gewünscht. Immerhin kann ich es mir jetzt vorstellen Tee mit Milch zu trinken. Ich werde das irgendwann mal ausprobieren. Meinen morgendlichen Schwarztee mit einem kleinen Schuss Milch verfeinern. Ich glaube, wer Tee mit Milch trinken möchte, der fährt besser, wenn er sich das komplett selbst zubereitet. Und mal ehrlich. Teebeutel in die Tasse, Wasserkocher anstellen, Tee übergießen, ziehen lassen, Schuss Milch dazu und fertig. Das dauert auch nicht wesentlich länger als das Fertig-Produkt. Und hier hat man den entscheidenden Vorteil, dass jeder selbst bestimmen kann, wie viel Zucker er in seinen Tee machen möchte.

Habt ihr den Tea Latte von Krüger auch schon einmal probiert und wie hat er euch geschmeckt?

 

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