Heute möchte ich euch eine der schönsten Städte Deutschlands vorstellen: Dresden. 2011 war ich im Sommer das erste Mal dort und habe mich sofort in diese Stadt verliebt. Da sie so viel zu bieten hat, fange ich heute mit Dresdens Sehenswürdigkeiten an, um die man bei einem Besuch der wunderschönen Stadt gar nicht herumkommt.

Dresdens Sehenswürdigkeiten

Dresden ist die Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen und hat über eine halbe Million Einwohner. Also eigentlich eine beachtliche Größe. Aber im Gegensatz zu anderen Großstädten hat man in Dresden überhaupt nicht das Gefühl, in einer Hauptstadt zu sein. Es geht ruhig zu und Dresden ist auch nicht mit so vielen Touristen überschwemmt wie Berlin oder München. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich Dresden so mag. Es ist ein schönes, kulturell und historisch geprägtes sowie überschaubares Städtchen – zumindest gefühlt.

Elbflorenz

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Nicht umsonst wird Dresden gerne als „Florenz des Nordens“ bezeichnet. Zum einen tragen diverse Kunstsammlungen, zum anderen die Architektur verschiedener Bauten zu diesem Spitznamen bei. Gut, ich war noch nie in Florenz, aber ein gewisses mediterranes Feeling versprüht die Stadt schon, wenn man da so am Elbufer steht und auf die Dresdner Skyline blickt oder an de Brühlschen Terrasse entlang schlendert.

Dresden ist voll mit Baudenkmälern, Museen und Kunstsammlungen. Die Stadt bietet für jeden etwas und langweilig wird es nie. Selbst gute Shopping-Möglichkeiten, Bars und Clubs hat Dresden zu bieten. In meinem Reisebericht geht es zuerst los mit Dresdens Sehenswürdigkeiten und Baudenkmälern. Sie sind sehr zentral im Stadtkern gelegen und können alle gut zu Fuß besucht und bestaunt werden.

 

Dresdner Frauenkirche

Frauenkirche

Die Frauenkirche ist wohl das bekannteste Bauwerk Dresdens. Ihre Kuppel ist markant und wurde in Anlehnung an eine Kirche in Florenz gebaut. Außerdem ist sie eine der größten Steinkuppeln, die nördlich der Alpen zu finden ist. Die Dresdner Frauenkirche ist eine evangelische Kirche und auf dem Dresdner Neumarkt zu finden. Jährlich zieht sie jede Menge Touristen an.

Mit dem Bau der Frauenkirche wurde 1726 begonnen und 1743 wurde die Kirche fertig gestellt. Während des Zweiten Weltkrieges wurde sie durch Luftangriffe stark zerstört. Am 15. Februar 1945 stürzten die Trümmer zusammen. Während der DDR-Zeit diente ihr Trümmerberg als Mahnmal des Krieges. Erst 1994 begann ihr Wiederaufbau, der 2005 abgeschlossen wurde. Die wiederaufgebaute Frauenkirche dient seitdem als Symbol für Frieden und Versöhnung.

 

Brühlsche Terrasse

Brühlsche Terrasse

Die Brühlsche Terrasse ist Teil der Befestigungsanlage und führt am Elbufer entlang. Erbaut wurde sie im 16. Jahrhundert und wird heute auch als Balkon Europas bezeichnet. Der Weg ist ca. 500 m lang und führt an einigen Bauwerken vorbei, wie zum Beispiel das Albertinum oder die Kunstakademie. Unter der Brühlschen Terrasse liegen die Kasematten. In dieser ehemaligen Wehranlage ist heute ein Museum untergebracht.

 

Kunstakademie im Lipsius-Bau

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Der Lipsius-Bau beherbergt heute eine Kunsthalle sowie die Hochschule für Bildende Künste. Daher ist er vielmehr als Kunstakademie bekannt.

Der Lipsius-Bau wurde zwischen 1887 und 1894 als Sitz des Sächsischen Kunstvereins und der Königlichen Kunstakademie erbaut. Besonders markant des Gebäudes ist die „Zitronenpresse“, die von einer Fama-Figur gekrönt ist.

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In dieser Kuppel ist die Kunsthalle untergebracht, die wechselnde Ausstellungen zeigt. Ausgestellt werden meist Werke von zeitgenössischen Malern, die oftmals einen Bezug zur Stadt haben.

 

Katholische Hofkirche und Residenzschloss

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Die Katholische Hofkirche – hier links im Bild – ist nach dem Wiederaufbau der Frauenkirche die zweithöchste Kirche Dresdens. Die Hofkirche wurde im Jahr 1751 nach einer 12-jährigen Bauzeit fertig gestellt. Auch sie wurde während der Luftangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstört, konnte aber dennoch weiterhin für Gottesdienste genutzt werden. Auch sie wurde nach und nach wieder aufgebaut, sodass im Laufe der Jahre weitere Teile der Kirche wieder genutzt werden konnten.

Im Jahre 1964 wurde aus der Hofkirche eine Kon-Kathedrale. Dies passiert häufig, wenn der Bischofssitz verlegt oder zwei Bistümer zusammengelegt werden. Seit 1980 ist die Katholische Hofkirche Kathedrale des Bistums Dresden-Meißen. Von der Hofkirche gelangt man über einen Übergang zum Residenzschloss – im Bild rechts.

Von 1547 bis 1918 war das Residenzschloss Sitz der sächsischen Kurfürsten und Könige und ist eines der ältesten Gebäude Dresdens. Heute befinden sich im Residenzschloss fünf Museen: Historisches und Neues Grünes Gewölbe, Münzkabinett, Kupferstichkabinett und Rüstkammer mit Türckischer Cammer. Außerdem befinden sich noch die Kunstbibliothek und die Generaldirektion der Staatlichen Kunstsammlung Dresden im Residenzschloss.

 

Grünes Gewölbe

Das Grüne Gewölbe zeigt eine Kunst-Sammlung der sächsischen Kurfürsten und Könige. Der Name kommt daher, dass die ursprünglichen Gewölberäume mit einer grünlichen Farbe angestrichen waren. Schon im Jahre 1724 wurden die Ausstellungsstücke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Das Grüne Gewölbe unterteilt sich in das Neue Gewölbe und in das Historische Gewölbe. Das Neue Gewölbe kann jeder Zeit besucht werden und stellt vor allen Dingen verschiedene Kunstobjekte aus der Kurfürsten- und Königszeit aus. Die Sammlung umfasst ca. 1100 Ausstellungsstücke aus drei Jahrhunderten. Für das Historische Grüne Gewölbe muss man vorab ein Zeitticket buchen. Darin werden neben Kunstobjekten auch prachtvolle Räume präsentiert, die Renaissance- und Barocksälen nachempfunden sind. Hier sind ca. 3.000 Exponate zu bestaunen.

Mein persönliches Highlight des Grünen Gewölbes war ein Kirschkern, in den 185 Gesichter geschnitzt sind. Er befindet sich im Neuen Gewölbe und wurde 1589 erschaffen. Man kann ihn mit einer Lupe betrachten und zu sehen sind tatsächlich 133 Gesichter. Das muss man sich mal vorstellen.

Im Neuen Gewölbe befindet sich ebenfalls der Dresdner Grüne Diamant. Er hat 41 Karat und ist somit der größte Diamant der Welt. Ursprünglich stammt er aus Indien und bekam seine einzigartige Farbe durch Radioaktivität. 1742 gelangte dieses Prachtstück dann in die Hände der sächsischen Kurfürsten.

 

Semperoper

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Ein weiteres sehr bekanntes Gebäude in Dresden ist die Semperoper, Heimat der Sächsischen Staatsoper. Der erster Bau wurde 1841 fertiggestellt und galt als eines der schönsten Theater Europas. Damals diente das Bauwerk nämlich als Königliches Hoftheater. Doch im September 1896 wurde es Opfer eines Brandes, wobei es völlig zerstört wurde. Bereits zwei Jahre später begann man mit dem Bau eines neuen zweiten Königlichen Hoftheaters. Er wurde 1878 fertig gestellt und während des Zweiten Weltkriegs ebenfalls schwer zerstört. Im Sommer 1977 erfolgte der Wiederaufbau der Semperoper, die genau 40 Jahre nach ihrer Zerstörung wieder eröffnet wurde.

 

Zwinger

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Neben der Frauenkirche und der Semperoper zählt auch der Zwinger mit seinen Kunstsammlungen zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Dresdens. Er ist ein Gebäudekomplex im barocken Baustil, der eine Gartenanlage umgibt. Der Zwinger wurde 1709 errichtet und diente zunächst als Ort für große Feste und Kunstausstellungen. Der vor allen Dingen als Garten genutzte Zwinger sollte dann zu einem Schloss für Sachsens Kurfürsten umgebaut werden. Doch nach dessen Tod wurden die Pläne verworfen und der Zwinger verlor an Bedeutung.

Im Laufe des 18. Jahrhunderts wurde der Zwinger nach und nach als Museumskomplex genutzt, der schließlich mit der neugebauten Sempergalerie abgeschlossen wurde. Die 1855 eröffnete Sempergalerie galt als ein recht bedeutsames Museum, was sich dann auch auf den Zwinger ausweitete.

Auch der Zwinger wurde während des Zweiten Weltkrieges durch Luftangriffe stark beschädigt. Sein Wiederaufbau erfolgte in den 1950-er und 1960-er Jahren und gehört somit zu einem der ersten Gebäude, die in Dresden wiederaufgebaut wurden. Heute befinden sich folgende Museen und Ausstellungen darin: Gemäldegalerie Alte Meister, Mathematischer-Physikalischer Salon und eine Porzellansammlung. Der Zwinger als Ort für große Feste verlor an Bedeutung, wird aber gelegentlich noch bei Theater- oder Musikaufführungen verwendet.

 

Goldener Reiter

Goldener Reiter

Der Goldene Reiter ist eine sehr bekannte Skulptur. Sie zeigt den Sächsischen Kurfürsten August den Starken auf einem Pferd und steht nahe der Augustusbrücke. Sie wurde zwischen 1732 und 1734 aus Kupfer gearbeitet und feuervergoldet. 1735 begann man mit dem Bau des Sockels und schließlich wurde die Skulptur im November 1736 enthüllt.

Aufgrund des Zweiten Weltkrieges wurde die Skulptur abgebaut und ausgelagert. Zwischen 1953 und 1956 wurde sie von einem Bildhauer wieder zusammengefügt und restauriert. Ungefähr 10 Jahre später wurde das Denkmal erneut mit Blattgold überzogen.

 

Für die ganzen Informationen zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten habe ich Wikipedia zu Rate gezogen. Eine Garantie auf die Richtigkeit der Informationen gibt es also nicht.  Was ich euch aber sicher sagen kann ist, dass man all diese Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß ablaufen kann. Sie sind alle sehr zentral gelegen. Für einen Besuch im Grünen Gewölbe sollte man einen Tag einplanen – zumindest wenn man sich beide Gewölbe ansehen möchte. Wir waren zwar nur im Neuen Gewölbe, waren dort aber auch schon einen halben Tag unterwegs. Im Zwinger selber war ich noch nicht, aber ich denke, dass Kunst-Interessierte dort auch einen Tag verbringen können. Zum Schluss stellt sich vielleicht noch jemand die Frage, wo man in Dresden am besten übernachten kann.

 

Hotels in Dresden

Hotels in Dresden gibt es viele und vermutlich auch für jedes Budget. Wir haben uns bisher immer für das Holiday Inn Express Hotel entschieden. Das wichtigste: Es ist zentral gelegen. Man kann dort zu Fuß zu allen wichtigen Bauwerken laufen, außerdem ist eine Haltestelle für die Straßenbahn fast vor der Haustüre. Es ist ein komfortables Hotel mit schick eingerichteten und sauberen Zimmern und einem guten Frühstücksbuffet. Preislich würde ich es als mittel einstufen. Das Hotel ist meist auch gut besucht, was der einzige Minuspunkt ist. Man muss schon mal einige Minuten an der Rezeption Schlange stehen, wenn man ein- oder auschecken möchte und wenn man zu den stark frequentierten Frühstückszeiten (es gibt eine Ampel dafür im Aufzug) im Speisesaal sitzt, wird der Platz manchmal etwas eng, der Geräuschpegel hoch und die Brötchen knapp. Aber das Personal ist immer freundlich und bemüht sich sehr, alles gleich wieder aufzufüllen. Wer mit dem Auto ankommt, der kann sein Auto auch in die Tiefgarage des Hotels stellen. Es sind aber dort nicht immer Plätze verfügbar und der Tiefgaragenplatz kostet pro Nacht auch noch mal extra. Da habe ich einen Geheimtipp für euch. Quasi gegenüber des Hotels gibt es einen recht großen öffentlichen Parkplatz, der 24 Stunden geöffnet hat. Einfach dort sein Auto abstellen.

 

Dies war mal der erste Teil meines Reiseberichts von Dresden. Diese Sehenswürdigkeiten sollte man bei seinem Besuch zumindest mal gesehen haben. In meinem zweiten Teil erzähle ich euch dann, welche Museen man noch besuchen, was man in seiner Freizeit alles sonst noch machen kann und welche Highlights Dresden noch so bietet.

 

Wart ihr auch schon mal in Dresden und wie hat euch die Stadt gefallen? Was waren eure Highlights?

 

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