Endlich ist die Adventszeit gekommen und das heißt auch: Plätzchen backen. Zwei Sorten werde ich dieses Jahr auf jeden Fall backen, vielleicht werden es aber noch mehr – je nachdem wie viel Zeit ich finde. Den Anfang in der Weihnachtsbäckerei macht ein Weihnachtsgebäck aus Spanien: Turrón.

Im Dezember stapelt sich der Turrón in den spanischen Supermärkten. Das was für uns Lebkuchen sind, ist für die Spanier der Turrón. Ihn gibt es in allen möglichen Varianten. Turrón hat schon eine sehr lange Tradition und wurde wohl schon im 16. Jahrhundert hergestellt und stammt ursprünglich aus Arabien. Wir kennen ihn eher unter dem Namen „Weißer Nougat“. In der Regel unterscheidet man zwei Arten von Turrón. Der weiche Turrón, der aus gemahlenen Nüssen hergestellt wird (Turrón de Jijona) und der harte Turrón, der aus ganzen Nüssen besteht (Turrón de Alicante). Ich zeige euch heute ein Rezept für jeden Geschmack.

Zutaten für den Turrón

  • 600 g geschälte ganze Mandeln
  • 400 g Puderzucker
  • 100 g flüssiger Honig
  • 2 Eiweiß
  • rechteckige Backoblaten

Zubereitung des Turrón

Wer möchte, kann die Mandeln vorher in einer Pfanne ohne Öl goldgelb rösten – ich verzichte darauf aber in der Regel. Man kann auch ungeschälte Mandeln kaufen und diese dann selber von der Haut entfernen. Aber so spart man sich eine Menge Arbeit.

Die Mandeln, den Puderzucker, den flüssigen Honig und das Eiweiß werden zusammen in eine Schüssel geschüttet und gründlich verrührt. Der Zucker löst sich langsam auf und die Mandeln werden von einer klebrigen Masse ummantelt.

Turrón_01     Turrón_02

Turrón_03

Nun muss die Masse auf einer ebenen Fläche, gleichmäßig ca. 0,5 cm dick ausgerollt werden. Am besten macht ihr das auf einem Backpapier und / oder Frischhaltefolie. Dazu die Masse einfach in die Mitte des Backpapiers setzen und mit einem Nudelholz ausrollen. Damit man den Sauerei-Faktion möglichst gering hält, würde ich zumindest das Nudelholz in Frischhaltefolie einwickeln.

Turrón_04     Turrón_05

Turrón_06

Die obere Seite wird nun mit den Backoblaten belegt, sodass alles damit bedeckt ist. Die Oblaten andrücken – sie sollten gut an der Masse kleben. Die Platte muss nun gewendet werden. Am besten geht das, wenn ihr euch noch einen Helfer mit in die Küche holt. Davor ist es auch sinnvoll, die Oblaten-Schicht noch mal mit Backpapier zu bedecken. Wenn die Platte umgedreht ist, dann die andere Seite ebenfalls mit den Oblaten belegen und festdrücken.

Turrón_07

Nun muss der Turrón erst einmal eine Woche trocknen, bevor er verzehrt werden kann. Danach kann er in kleine Rechtecke geschnitten werden. In einer Keksdose hält sich dieses Gebäck auch super lange. Also da lohnt es sich schon fast, die doppelte Portion zu machen.

Turrón_fertig

Tipps und Tricks

Ich habe dieses Jahr das erste Mal mit Frischhaltefolie gearbeitet. Das hat von der Technik her gut funktioniert, die klebrige Masse hat sich wirklich nur da verteilt, wo sie sollte. Allerdings zieht man ganz schön viel von der Honig-Zucker-Eiweißmasse beim Abziehen der Folie wieder weg. Deswegen halten die Oblaten an mancher Stellte nicht mehr so gut. Hier hätte vielleicht noch ein Eiweiß mehr gut getan. Schmecken tut der Turrón trotzdem.

Wem der Turrón mit ganzen Mandeln zu knackig ist, der kann die Mandeln auch mahlen oder eine Hälfte ganz lassen und die andere Hälfte mahlen. Da seid ihr total flexibel.

Wer es noch etwas fruchtiger mag, kann auch noch trockene Früchte untermischen oder mit anderen Nusssorten wie Haselnuss arbeiten. Auch Schokoladen-Turrón ist denkbar.

Rein theoretisch gehören auf einen Original-Turrón keine Oblaten. Aber die Masse ist ziemlich klebrig, zum Teil selbst nach dem Trocknen noch. Die Oblaten verhindern einfach, dass man ständig klebrige Finger bekommt und alles einsaut.

 

In diesem Sinne wünsche ich euch eine schöne Vorweihnachtszeit und viel Spaß beim Nachbacken.

 

Leave a Reply

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

You may use these HTML tags and attributes:

<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Bitte geben Sie die richtige Lösung an * Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.