Dieses Mal steht eine Backmischung für Oreo Cupcakes auf dem Prüfstand. Oreo Cupcakes kann man zwar auch selber machen, aber bei meinem Versuch war es mir eigentlich zu aufwändig und am Ende war ich nur noch genervt. Ob die Backmischung eine gute Alternative zu selbstgemachten Oreo Cupcakes ist?

Will man Oreo Cupcakes selber machen, bedeutet das in erster Linie viel Arbeit. Man muss die Oreo Kekse halbieren, die Creme rauskratzen und die Kekse zerkrümeln. Aus den Keksen und einigen weiteren Zutaten werden Muffins gebacken – das funktioniert an sich recht gut. Aber dann geht es an das Topping. Die Oreo Creme wird mit Doppelrahmfrischkäse glatt gerührt und mittels Spritzbeutel auf die Muffins gespritzt. Leider klumpt die Oreo Creme und ist nicht wirklich glatt zu kriegen. Folglich verstopft der Spritzbeutel ständig und am Ende war es kein Spaß mehr. Die Oreo Cupcakes sahen zwar nicht mehr so gut aus, aber sie haben lecker geschmeckt. Da ich mir diesen Aufwand nicht noch mal antun wollte, habe ich eine Backmischung für Oreo Cupcakes ausprobiert.

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Backmischung für Oreo Cupcakes

Bei der Backmischung sind 12 Muffinförmchen enthalten sowie eine Tüte für den Teig, eine Tüte für die Creme und eine letzte Tüte mit Oreo-Keks-Krümeln. Zusätzlich braucht man noch zwei Eier und einen Schluck Wasser für den Teig und eine Packung Doppelrahmfrischkäse, zum Beispiel Philadelphia.

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Für den Teig gibt man alle Zutaten in eine Schüssel und rührt diese mit einem Handrührgerät zusammen. Das geht sehr schnell und zwei Minuten später ist der Teig fertig. Der Teig an sich ist sehr flüssig, da war ich etwas skeptisch, ob die Muffins in der vorgeschlagenen Zeit wirklich gar werden.

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Die Papierförmchen hätte man wohl einfach so auf ein Blech verteilen und mit dem Teig füllen können. Ich habe dafür aber ein Muffinblech verwendet, um auf Nummer sicher zu gehen. Dabei habe ich dann gemerkt, dass die blauen Papierförmchen kleiner sind als der Standard.

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Fand ich ein klein wenig doof und gibt schon mal einen Minuspunkt. Leider stand auf der Packung nicht genau dabei, wie viel Teig man in die Förmchen füllen sollte. Wenn sich jemand damit nicht so auskennt, könnte es schwierig werden. Angaben wie zwei Esslöffel oder Förmchen bis zu zwei Drittel füllen wären schön gewesen. Ich hab in jedes Förmchen ca. 2 Esslöffel gefüllt und der Teig hat mit viel Willen gerade mal für 11 Förmchen gereicht. Danach ging es ab in den Ofen. Die Muffins hätten 18 Minuten backen sollen, nach 15 waren sie bei mir aber schon fertig. Sie sind schön aufgegangen und sehen saftig aus, aber ich finde, dass ich hätte doch noch mehr Teig in jedes Förmchen geben können. Die Verteilung 1 Backmischung = 12 Muffins stimmt für mich also leider nicht. Nächster Minuspunkt.

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Laut Packung dauert die Zubereitungszeit auch nur 10 Minuten. Diese Angabe sehe ich etwas skeptisch. Der Teig ist schnell zubereitet, aber bis man alles vorbereitet und die Förmchen dann gefüllt hat, vergeht doch eine Viertelstunde. Und dabei ist das Topping noch nicht mitgerechnet.

Für das Topping mischt man das beiliegende Pulver und den Frischkäse zu einer glatten Masse. Wenn die Muffins abgekühlt sind, wird die Creme mit einem Löffel oder einem Messer auf den Muffins verteilt. Die Creme war ziemlich kompakt und fest, das heißt, sie ging nicht so gut vom Löffel ab und so einfach war es nicht, die Creme gleichmäßig zu verteilen. Mit einem Messer wäre das vielleicht einfacher gewesen. Zum Schluss wird der Oreo Cupcake noch mit einigen Oreo-Keks-Krümeln garniert. Ich muss sagen: Die Cupcakes sehen schön aus.

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Der Geschmackstest

Die Oreo-Keks-Krümel schmecken nach Oreo, scheinen also wirklich zerkleinerte Oreo-Kekse zu sein. Der flüssige Teig schmeckt auch ziemlich lecker und hat auch einen schönen Oreo-Touch. Die weiße Creme hat mit der Creme zwischen den Oreo Keksen nichts gemein. Geschmacklich kommt man da nicht im Entferntesten auf Oreo Keks. Die Creme schmeckt schon auch, hat auch eine leicht zitronige Note, aber eben nicht nach Oreo. Insgesamt schmecken die Cupcakes lecker und sehen mit den blauen Förmchen auch hübsch aus, allerdings kommt von den Oreo Keksen geschmacklich nichts mehr an. Für Oreo-Fans ist das leider doch eine Enttäuschung.

Ich hab die Muffins dann auch erst mal in eine Kuchen-Transportbox gepackt und am nächsten Tag den ersten gegessen. Die Muffins scheinen sehr sehr feucht gewesen zu sein, denn die Förmchen haben sich gewellt und nach außengebogen. Außerdem sind die Oreo-Keks-Krümel oben auf der Creme weich geworden und unterscheiden sich nicht mehr vom restlichen Muffin. So ein bisschen Crunch wäre bestimmt schön gewesen und hätte doch noch einen Hauch Oreo den Muffins gegeben. Wirklich überzeugt hat mich die Backmischung leider nicht – das nächste Mal stelle ich mich wieder selber in die Küche, das ist zwar mehr Arbeit, aber dann bekomme ich geschmacklich zumindest auch das, was ich möchte. Dass sich die Förmchen ein paar Stunden nach dem Backen schon wellen, war auch enttäuschend, weil die Muffins mit dieser Verpackung jetzt noch nicht mal mehr hübsch aussehen. Beim Auspacken machen die Förmchen eigentlich einen recht stabilen und festen Eindruck, aber die einfachen Papierförmchen, wo man 200 Stück für einen Euro bekommt, halten mehr aus. Fairer Weise muss man trotzdem noch mal sagen, dass die (Oreo) Cupcakes schmecken.

 

  1. Ein wirklich sehr ausführlicher Testbericht. Schön beschrieben mit allen Vor- und Nachteile und gute Bilder.

    Ich habe schon bei diversen Oreo-Produkten bemerkt, dass kaum etwas den genauen Oreo-Geschmack trifft. Das überrascht mich hierbei deshalb nicht.

    Mach auf jeden Fall weiter so! Ich würde dir gern folgen, finde jedoch leider nichts, womit ich dir folgen könnte (Google Friend Connect, Bloglovin, Blog-Connect), dann wird es wohl ein Lesezeichen 🙂

    Liebe Grüße

    Jule http://dietestfactory.blogspot.de

  2. Hallo Jule,

    vielen Dank für deinen lieben Kommentar. Dein Feedback freut mich wirklich sehr.

    Von den Oreo-Produkten finde ich den runden Kuchen eigentlich ganz gut, das kommt am ehestens an den Oreo-Keks heran.

    Liebe Grüße
    Marina

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