In Mallorca gibt es unzählig viele Buchten. Wenn man einen Reiseführer liest, dann weiß man gar nicht so recht, wohin zuerst und was sind die schönsten und sehenswertesten. Wir haben uns trotzdem auf den Weg gemacht und einige von Mallorcas Buchten besucht. Manchmal sind wir eher zufällig dort gelandet, manchmal haben wir uns die Bucht bewusst ausgesucht. In diesem Beitrag stelle ich euch die einzelnen Buchten kurz vor und berichte über meine Eindrücke.

Nicht alle Buchten sind empfehlenswert, da waren wir dann auch ganz schnell wieder weg. Bei anderen wären wir gerne noch länger geblieben oder können uns gar nicht entscheiden, welche jetzt nun die schönste Buch war. Außerdem gibt es zumindest laut Reiseführer noch viele andere schöne und besuchenswerte Buchten. Ich seh schon, ich muss bald wieder dorthin und mir noch die anderen Buchten angucken. 🙂

Insgesamt dürften wir an sechs verschiedenen Buchten gewesen sein. Dabei fange ich mit der an, die mir am wenigsten gefallen hat und zum Schluss kommt dann die Schönste – sofern ich mich in den nächsten Minuten noch entscheiden kann, welche das ist. Am Rande sei noch einmal erwähnt, dass alle Buchten ihre Vor- und Nachteile haben und es oftmals auch Geschmackssache ist, welche der Buchten man nun selber bevorzugt. Außerdem gibt es von manchen Buchten kaum Fotos, da wir an reinen Strandtagen die gute Kamera nicht mitgenommen haben und es somit nur ein paar Handyfotos gibt. Zur groben Orientierung hab ich für euch jeweils eine Karte gebastelt, die ihr mit einem Klick vergrößern könnt.

Cala Millor

Karte_MillorNach dem Wochenmarkt in Son Severa ging es zur nahegelegenen Cala Millor, bevor wir weitere Küstenabschnitte abklappern wollten. Meine Gedanken zu dieser Bucht: Dieser Ort ist total überlaufen, es gibt kaum einen schönen Strand und das Meerufer wird von großen Hotels oder schicken Restaurants beherrscht. Ich bin echt froh, dass wir hier nicht unser Hotel haben. Dieser Ort spiegelt irgendwie die Vorstellungen wieder, die man von Mallorca und dem Ballermann so hat. Mir hat es hier überhaupt nicht gefallen und somit haben wir uns ziemlich schnell aus dem Staub gemacht und die nächste Bucht angesteuert.

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Cala Moll

Karte_MollDie Cala Moll ist einer der beiden Strände in Cala Rajada und zu Fuß gut zu erreichen, wenn man die Strandpromenade entlangläuft. Was soll ich sagen…Es ist ein ziemlich touristischer Strand, das heißt, es sind viele Leute da, es gibt Liegestühle, Bars. Es fehlt sich an nichts. Wir waren dort ziemlich am Anfang unseres Mallorca Urlaubs und auch nur relativ kurz. Es geht dort ziemlich laut zu – bei uns wurde deutsche Schlagermusik aufgelegt. Ich weiß jetzt nur nicht, ob das von einer Bar gespielt wurde oder von einem privaten Player kam. Für mich hatte der Strandabschnitt leider keine Anziehungskraft und Erholung und Entspannung gab es hier auch nicht wirklich.

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Cala Torta

Karte_TortaDie Cala Torta entpuppte sich als ein kleines Abenteuer: Heute hieß es Strandtag. Dazu wollten wir dieses Mal die Cala Torta ausprobieren. Wir haben also unsere Sachen gepackt, im Supermarkt ein paar Trauben und Aprikosen gekauft und schließlich haben wir im Navi die Bucht mehr oder weniger eingespeichert. Es kam die Frage, ob man wirklich auf einer unbefestigten Straße fahren möchte. Außerdem hat uns die angegebene Fahrzeit von 30 Minuten für 20 Kilometer etwas stutzig gemacht.

Nichtsdestotrotz ging es los. Wir kannten den Weg mittlerweile auch so schon ganz gut und dann ist die Cala Torta (genau wie sämtliche andere Calas, Sehenswürdigkeiten und Städte auch) auch recht gut ausgeschildert. Von der Hauptstraße zweigte dann mal eine kleine Straße ab, die durch Berge hindurchführte und die uns immer höher den Berg hinaufbrachte. Dort hatte man einen herrlichen Ausblick. Leider hatten wir die Kamera nicht dabei, sodass das Handy herhalten musste.

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Auf dem Weg nach unten kamen wir an einer kleinen Schafherde vorbei. Und damit meine ich keine eingezäunte Wiese mit ein paar Schafen drauf, sondern frei rumlaufende Schafe. Die standen da seelenruhig einfach am Straßenrand und haben gegrast. Die Fahrt wurde aber noch besser, denn auf einmal ging es eine Straße entlang – wobei Straße fast schon übertrieben ist. Dieser Weg war übersät mit Schlaglöchern und Unebenheiten. Wir wurden ganz schön durchgeschüttelt und gegen Ende wartete dann auch noch ein großes Wasserloch auf uns, das fast so breit war, wie der ganze Weg. Vielleicht ist es an dieser Stelle Zeit zu erwähnen, dass wir mit einem Skoda Fabia unterwegs waren. Das nächste Mal sollte man sich besser einen Geländewagen mit auf solche Touren nehmen. Nach dem Wasserloch hatten wir von der Abenteuerfahrt erst einmal genug. Wir haben geparkt und sind die restlichen Meter zu Fuß weiter gegangen.

Die Cala Torta ist eine schöne Bucht, allerdings sehr naturbelassen. Man muss erst mal ein paar Meter durch den Sand laufen, bis man das Ufer erreicht hat.

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Der Sand ist auch deutlich gröber als an anderen Buchten und dreckiger. Damit meine ich jetzt nicht vermüllt, sondern man hat hier mal die Chance ein paar Muscheln oder Steine zu finden, aber es befindet sich auch anderes Meeresgut am Strand, das angespült wird, wie zum Beispiel Seegras, oder Blätter der Bäume. Der Strand ist auch ziemlich uneben, man muss vorab erst mal eine Fläche glätten, bevor mein sein Lager aufschlagen kann und auch dann sinkt man immer wieder zentimetertief in den Sand ein, wenn man aufsteht oder sich mit der Hand abstützt.

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Die Cala Torta ist ziemlich abgelegen und versteckt und hat sonst eigentlich nichts zu bieten. Es gab eine Strandbar, die aber bei unserer Ankunft noch geschlossen hatte. Liegestühle sucht man hier vergebens. So einen naturbelassenen Strand muss man mögen. Trotz der Abgeschiedenheit finden auch wieder überraschend viele Menschen den Weg zu dieser Bucht. Allein ist man wohl auf Mallorca nirgends.

Insgesamt ist die Bucht von der Ruhe und der Idylle und dem ganzen Flair her fast am schönsten. Dennoch ist es bei mir nur Platz 4 geworden. Einfach deshalb, weil es nicht so entspannend ist, den ganzen Tag mit einem Handtuch auf einer Hügellandschaft zu liegen. Auf Dauer wurde es unbequem dort zu liegen. Das nächste Mal würde ich mir wohl einen Liegestuhl mitnehmen – dann wäre die Bucht perfekt.

Cala Agulla

Karte_AgullaAuch die Cala Agulla liegt in Cala Rajada und ziemlich touristisch, aber wesentlich ruhiger und idyllischer als die Cala Moll. Die Bucht an sich ist von Felsen eingerahmt, was sehr schön aussieht. Es gibt auch einige Bars und Restaurants sowie drei Liegestuhl-Verleihe. Musik gab es hier keine und obwohl der Strand auch hier sehr gut besucht war, haben wir uns immer an diesem Strand aufgehalten, wenn wir in Cala Rajada waren. Gegen Mittag kamen dann auch Obsthändler vorbei, die man schon gehört hat, ehe man sie gesehen hat. Sie haben eine Kiste oder gar einen Schubkarren voller Ananas, Melonen oder Kokosnüsse und versuchen die an die Sonnenanbeter zu verkaufen. Ich find es ziemlich teuer. Eine halbe Ananas kostete 4 Euro – im Supermarkt gab es eine ganze für 60 Cent. Außerdem kamen auch noch andere Leute vorbei, die ihren Ramsch wie Hüte oder Sonnenbrillen loswerden wollten. Einer war besonders interessant und unterhaltsam. Der ist über den Strand spaziert und hat immer gerufen „Eine Muh, eine Mäh, eine Täterätätä.“ (Er hat tanzende Kühe und Schafe verkauft). Wenn ihr euch das nicht vorstellen könnt oder mal eine Kostprobe hören wollt, dann geht mal auf Youtube oder Google und sucht danach. Es scheint ein paar Videos zu geben.

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Total ruhig ist es an der Cala Agulla also auch nicht, aber irgendwie gehören solche Verkäufer oder Menschen, die Massagen anbieten, irgendwie zum richtigen Strand- und Urlaubsfeeling. Wem das aber doch zu viel ist, der findet auch wesentlich ruhigere Buchten.

Cala de Santanyí

Karte_SantanyiNach dem Reinfall in Cala Millor, ging es noch weiter nach Süden, wo es drei recht schöne Buchten geben sollte. Wir haben uns schließlich für die Bucht Cala de Santanyí entschieden. Vor dem Strand gibt es einen recht großen Parkplatz, der netterweise nichts kostet und der auch schon ganz gut beparkt war. Die Bucht ist klein und überschaubar. Der Strand ist nur ein paar Meter lang, es gibt zwei Bars und einen Liegestuhl-Verleih. Hier ist es richtig schnucklig und gemütlich. Und obwohl es schon Oktober ist, ist überall doch einiges los und es gibt noch recht viele Badeurlauber und Sonnenanbeter. Ich will nicht wissen, was hier im Juli und im August los ist. Cala de Santanyí ist auch zum Baden ideal vor allem für Familien. Das Meer ist ziemlich ruhig, Wellen gibt es dort kaum. Außerdem gibt es mittendrin ein besetztes Wachtürmchen. Die gibt es an den anderen Badestränden bestimmt auch, aber da waren sie bisher nicht so präsent.

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Wir haben uns ein schönes Plätzchen am Strand gesucht, unsere Decke ausgebreitet und Weintrauben gefuttert. Man konnte sich hier schön entspannen, Meer und Strand genießen. In der Nähe gibt es auch noch zwei andere Buchten von ähnlicher Größe. Wir waren zwar nicht mehr da, aber ich glaube, die sind auch richtig schön und ruhig.

Im Reiseführer stand dann auch noch, dass es bei dieser Bucht einen Felsen im Meer geben soll, der wie ein Bogen aus dem Meer ragt. Sah auf dem Bild sehr hübsch aus und ich wollte ihn mir in natura anschauen.

Es Pontàs

So recht wussten wir nicht, wo der Fels Es Pontàs genau war, also sind wir auf gut Glück einfach mal losgestiefelt in Flip Flops bzw. Crocks. Zuerst ging es recht viele Treppen vom Strand hoch, was mit den Badelatschen schon eine kleine Herausforderung war. Dann ging es eine normale Straße entlang und dann war Es Pontàs auch schon ausgeschildert. Der Weg allerdings nicht so einfach, da er über unebene Wege, Steine und Wurzeln führt. Mit festen Schuhen wäre der Weg kaum ein Problem gewesen, aber mit dem losen Schuhwerk musste man schon gut aufpassen. Aber der Weg hat sich gelohnt. Der Fels-Bogen ist richtig groß und beeindruckend. Außerdem hat man von der Stelle auch einen ganz guten Blick über weitere Buchten und Felsen. Wenn es etwas ebener gewesen wäre, wäre das ein toller Platz für ein Picknick, denn viele Leute waren hier nicht. Es war schön ruhig und man konnte diese Idylle richtig genießen.

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Cala de Mesquida

Karte_MesquidaNach einem erlebnisreichen Vormittag und Mittag, sind wir dann auch noch zur Cala de Mesquida gefahren. Da war es richtig schön. Es waren nicht so viele Menschen da und man hatte um sich herum genügend Platz. Auch kam die Strandmuschel zum Einsatz und wir hatten Schutz vor der Sonne. Das Meer war vom Unwetter noch etwas aufgewühlt und es gab schöne Wellen. Für uns war das der perfekte Ausklang für den Tag.

Ehrlich gesagt kann ich mich gar nicht so recht entscheiden, welches jetzt der schönste Strand war. Cala de Santanyí oder Cala de Mesquida. Die Cala de Mesquida war einfach zugänglich und sehr überschaubar. Hier konnte man sich richtig entspannen. Alleine war man hier zwar auch nicht, aber da man genügend Platz um sich hatte, haben die anderen Urlauber nicht gestört. Auch kamen keine Menschen vorbei, die einem Sachen verkaufen wollten. Man hatte also wirklich absolut seine Ruhe. Außerdem ist die Cala de Mesquida noch ziemlich naturbelassen. Der Strand ist etwas gröber und man hat hier auch mal die Chance die ein oder andere Muschel zu finden. Hotels oder ähnliches gab es kaum drum rum, landschaftlich ist sie sehr schön eingebettet.

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Mallorcas Buchten

Mallorcas Buchten sind sehr vielfältig und abwechslungsreich. Eine sind total überlaufen und für die Badeurlauber erschaffen, andere sind naturbelassen und in eine herrliche Landschaft eingebettet. Es lohnt sich also, auch mal andere Buchten zu besuchen und nicht nur die vor der eigenen Haustüre zu nutzen. Manchmal macht man dort sehr schöne Entdeckungen. Außerdem gibt es bei der einen oder anderen Bucht noch mehr zu entdecken als Wasser und Sand, wie Es Pontàs zeigt. Oder andere Buchten liegen in einem Naturschutzgebiet oder bieten noch reizvolle Wanderwege. Ein Blick über den Tellerrand lohnt sich also in jedem Fall.

Welche Bucht gefällt euch denn am besten oder kennt ihr noch andere schöne Buchten, die Mallorca zu bieten hat?

 

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