Cap de Formentor ist der nördlichste Punkt Mallorcas und ein ziemlich beliebtes und deswegen leider auch überlaufenes Ausflugsziel. Trotzdem haben wir uns auf den Weg gemacht. Wie es uns gefallen hat, welchen Eindruck wir hatten und was wir da so alles getrieben haben, das gibt es in folgendem Beitrag.

Unseren ersten richtigen Ausflug auf Mallorca starteten wir an unserem dritten Tag zum Cap de Formentor. Es ist der nördlichste Punkt der Insel und führt ziemlich hoch hinaus auf eine Aussichtsplattform, von der man einen atemberaubenden Blick über das Meer und die Küste hat. Man kann von oben 200 oder 300 Meter – da waren sich die Reiseführer nicht so ganz einig – direkt runter auf das Meer gucken. Das wollen sich die Touristen natürlich nicht entgehen lassen und wir auch nicht. Also ging es nach einem ordentlichen Frühstück mit dem Auto los ins Gebirge.

Unser Ausflug zum Cap de Formentor

Heute gab es den ersten richtigen Ausflug und es war (wider Erwarten) ein schöner Tag. Wir wollten zum Berg. Gemeint war Cap de Formentor, der nördlichste Punkt Mallorcas, von dem man einen schönen Blick auf das Meer und die felsige Küste haben sollte. Wir wollten zuerst einen Aussichtspunkt ansteuern und dann mal sehen, ob wir noch ein Stück weiter zu einem Leuchtturm fahren wollten oder lieber runter an den Strand. So war der Plan. Auf dem Weg dahin erfolgte schon das erste Highlight: endlich ein lang ersehnter Mercadona (eine bekannte, weit verbreitete und ganz gute Supermarkt-Kette).

Der Weg zum Cap de Formentor ist ganz schön anspruchsvoll. Man braucht bis dahin eine gute Stunde und an besagtem Ausblickspunkt herrscht das absolute Chaos. Die PKWs parken kreuz und quer, es wollen viel zu viele Menschen diesen spektakulären Blick über die 300 Meter hohen Felsen hinab ins Meer sehen und Autos und Busse schlängeln sich scharenweise die engen Serpentinenstraßen hinauf bzw. gleichzeitig herunter.

Cap Formentor_01

Ich kann euch nur empfehlen, dass ihr eine Bustour dorthin macht oder nur ein kleines verbeultes Auto nehmt mit viel Baldrian an Bord. Man braucht gute Nerven und einen erprobten Fahrer. Eine andere Möglichkeit wäre noch ganz früh am Morgen zum Cap de Formentor zu fahren oder später am Abend, wenn die Sonne untergeht. Der Sonnenuntergang soll hier besonders schön sein. Aber ob ich mich dann im Auto bei Dämmerung oder Dunkelheit die Serpentinen runterschlängeln möchte?

Als wir am Aussichtspunkt ankamen, gab es auf den ersten Blick keinen Parkplatz, uns blieb also nichts anderes übrig als weiter nach oben zu fahren. Auch hier waren wir nicht allein unterwegs. Leider war die Zufahrtsstraße zum Leuchtturm gesperrt und so blieb nur noch der Weg nach unten zum Strand. Begeistert waren wir nicht, weil wir nicht auf einen Strandtag eingestellt waren. Außer einer Decke hatten wir nichts dabei. Keinen Sonnenschutz außer Sonnencreme und keine Badeklamotten. Als der Wächter dann auch noch zehn Euro Parkgebühren von uns haben wollte, sind wir wieder umgedreht und den Weg wieder zurückgefahren. Als Plan B wollten wir zur Cala San Vincente, einer nahegelegenen Bucht. Doch als wir an dem überlaufenen Aussichtspunkt vorbeikamen, haben wir doch eine Parklücke entdeckt und kamen doch noch zu atemberaubenden Blicken und Eindrücken. (Beim Pfeil steht unser Autochen)

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Gegenüber und sogar etwas höher gelegen als die Aussichtsplattform befindet sich auch noch ein alter ehemaliger Wachturm. Da wollten wir erst einmal zuerst rauf, bevor wir uns auch in die Touri-Masse stürzen wollten. Wir sind also gemächlich die Serpentinen hochgelaufen und haben schöne Blicke auf das Meer, die Felsen und Buchten geworfen.

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Etwa eine Stunde später haben wir den Turm dann erreicht. Den Turm hätte man auch noch besteigen können, aber der war nur durch so Dinger zugänglich, also direkt an der Turmmauer befestigte Eisentritte. Das haben wir dann doch nicht mehr gemacht und nach einem Rundumblick, von dem man gut auf die überlaufene Plattform blicken konnte, ging es wieder zurück zum Auto.

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Hier sieht man den Blick auf die Aussichtsplattform – die Menschen sind kaum noch zu erkennen (es ist der mittlere Fels).

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Unsere nächste Station war dann der Mercadona. Dort hab ich mich mit neuem Tee eingedeckt, den es in Deutschland nämlich nicht gibt: eine Mischung aus Kamillen- und Pfefferminztee. Außerdem gab es noch eine Packung spezieller Paella-Reis und Safran. Außerdem hatten wir langsam auch Hunger und somit gab es ein kleines Mittagessen bestehend aus einem Eiscafé aus dem Kühlregal und einige kleine verschiedene Gebäckstücke. Danach ging es dann endgültig zurück ins Hotel – immerhin war es dann auch schon kurz nach 16 Uhr (wir waren seit 10 unterwegs). Für den Rest des Tages haben wir uns in unsere Strandoutfits geschmissen und sind noch zum Strand Cala Agulla gelaufen.

Diese Fotoauswahl zeigt, was man auf dem Weg zum Wachturm alles entdecken und welche herrlichen Aussichten man genießen kann.

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Der Ausflug zum Cap de Formentor war richtig toll und auch wenn es chaotisch zugeht, kann ich es jedem nur empfehlen. Allerdings würde ich nicht auf die eine Aussichtsplattform gehen, wo alle hingehen, sondern die Serpentinenstraßen hochlaufen bis zum Wachturm. Man hat dort sehr schöne Ausblicke und auch seine Ruhe. Faule oder nicht ganz so mobile Menschen können natürlich auch mit dem Auto hochfahren. Kurz vor dem Turm gibt es auch noch Parkmöglichkeiten, aber die sind auch schon recht gut genutzt. Außerdem entgehen euch dadurch wirklich herrliche Ausblicke. Auf der besagten Aussichtsplattform waren wir zwar jetzt dann nicht mehr, aber ich wage mal zu behaupten, dass man vom Wachturm aus einen viel schöneren und besseren Blick auf die Umgebung hat – besonders weil man einfach noch mal viel viel höher ist als auf der Aussichtsplattform. Ich hätte noch gerne gesehen, wie der Ausblick von dem Leuchtturm ist, aber die Straße war ja an dem Tag gesperrt. Da würde ich es schön finden, wenn so was schon etwas früher bekannt gegeben wird, bevor man sich die langen, engen und kurvenreichen Straßen entlangschlängelt. Denn das kostet auch noch mal unheimlich viel Zeit. Spätestens beim Parkplatz der Aussichtsplattform wäre ein Hinweisschild schön gewesen. Aber gelohnt hat sich der Ausflug für uns dann ja trotzdem noch mit etwas Glück.

Wart ihr selber denn auch schon mal am Cap de Formentor und wie waren denn dort eure Erlebnisse und Eindrücke?

 

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